München - Der FC St. Pauli und die 1899 Hoffenheim stehen nach dem 1. Spieltag in der Spitzengruppe der Bundesliga - am Samstag kommt es also zu einem unerwarteten Gipfeltreffen (ab 18 Uhr im Live-Ticker).

Hoffenheim sicherte sich durch einen 4:1 gegen Werder Bremen zum Saisonauftakt die Tabellenspitze, St. Pauli folgt nach dem 3:1 beim SC Freiburg direkt dahinter. "Auf dem Papier ist es ein Spitzenspiel und genauso werden wir die Partie auch angehen. Wir werden volle Pulle auf Sieg spielen", sagt St. Paulis Trainer Holger Stanislawski vor dem ersten Bundesliga-Heimspiel seines Clubs nach 3038-tägiger Abstinenz. Der gesamte Kiez fiebert der Begegnung entgegen. Das Stadion-Magazin titelt mit "Höhentraining".

Mit neuer Haupttribüne

Pünktlich zur Partie wurde auch die neue Haupttribüne fertig. 4900 Zuschauer fasst das neue Schmuckstück des weiter im Umbau befindlichen Millerntor-Stadions. Zum Einmarsch der Teams gibt es "Hells Bells" von AC/DC - spätestens dann soll der Gegner wissen, was die Stunde geschlagen hat.

Vor zwei Jahren musste das auch 1899 erfahren - die Kraichgauer verloren auf dem Kiez mit 1:3. In der Pauli-Startelf steht Fabian Boll, Torschütze beim Sieg in Freiburg. "Mir blieb nichts anderes übrig, als das Ding in den Winkel zu nageln", erzählt der Bundesliga-Debütant im Stadion-Magazin. Boll setzt auf die Euphorie aus dem Freiburg-Spiel: "Wir sind frohen Mutes!"

Rudy wohl nicht in der Startelf

Auf der anderen Seite ist 1899-Stürmer Vedad Ibisevic gewarnt. "Wir kennen das Millerntor noch aus der 2. Bundesliga. Schon damals herrschte eine unglaublich euphorische Stimmung. St. Pauli wird sehr selbstbewusst auftreten, aber auch wir werden mit breiter Brust in das Spiel gehen", sagt er. Einer ihrer Leistungsträger aus den vergangenen Jahren wird den Hoffenheimern jedoch wie schon zum Saisonstart fehlen: Carlos Eduardo. Er wechselte zum russischen Club Rubin Kasan.

Hoffenheim verpflichtete Sebastian Rudy vom VfB Stuttgart als Ersatz. Er soll am Samstag aber wohl noch nicht zum Einsatz kommen. Trainer Ralf Rangnick hat nach dem überzeugenden Sieg gegen Bremen aber auch erstmal keinen Grund, etwas an der Aufstellung zu ändern.