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Erster Titel mit 18: Giovanni Reyna hat eine lehrreiche Saison hinter sich

Mit dem Saisonabschluss gegen Bayer 04 Leverkusen hat Giovanni Reyna von Borussia Dortmund seine zweite Spielzeit absolviert - mit gerade mal 18 Jahren. Der US-Amerikaner fand nach einem Leistungsloch zu alter Stärke zurück und fuhr den ersten Titel seiner Karriere ein.

Der "amerikanische Traum" Giovanni Reyna, wie ihn Teamkollege Erling Haaland taufte, steht kurz vor dem Ende seiner zweiten Saison. 46 Mal stand der US-Amerikaner bereits für Borussia Dortmund in der Bundesliga auf dem Rasen. Eine beeindruckende Zahl für den gerade einmal 18-Jährigen. Dabei hat das Toptalent - ähnlich wie der BVB insgesamt - eine durchaus wechselhafte Saison hinter sich. Wichtige Eindrücke für einen immens entwicklungsfähigen Spieler, der sich allmählich zum Leistungsträger entwickelt.

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Die Saison lässt sich für Reyna in drei Teile einteilen. Nach starkem ersten Drittel folgte in der Saisonmitte ein Leistungstief, im Schlussspurt fand Reyna - wie der BVB allgemein - zu alter Stärke zurück. Bis Spieltag elf sind sein erstes Bundesliga-Tor gegen Borussia Mönchengladbach an Spieltag eins sowie die drei Assists gegen den SC Freiburg am 3. Spieltag besonders in Erinnerung geblieben.

Kein seltenes Bild: Reyna wird von gleich zwei Gegenspielern angegriffen - Pool/Focke Strangmann - Pool/Getty Im

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Die darauffolgenden 14 Partien verliefen nicht nach Reynas Geschmack, seinen Stammplatz musste er abgeben. Inmitten einer Schwächeperiode des gesamten Teams performte auch er nicht wie im ersten Saisondrittel. "Das ist menschlich, dass ein so junger Kerl wie Gio auch mal ein Leistungstief hat. Das muss man ihm einfach zugestehen. Da sind wir auch nicht unruhig geworden. Wir haben ihm klargemacht, dass er einen klaren Auftrag bei uns hat und er auch weiterhin das Vertrauen von uns bekommt, wenn er mal nicht spielt", zeigte Edin Terzic bei "Sky" nach Reynas Topleistung im Pokal gegen Kiel vollstes Verständnis.

Der US-Boy biss sich regelrecht in seine alte Form zurück. Gegen den SV Werder Bremen gelang ihm am 29. Spieltag beim 4:1 wieder ein Treffer, leichtfüßig und filigran bewegte sich Reyna, wie sie es von ihm gewohnt waren, über den Rasen. Es folgte ein glänzender Auftritt im Pokal gegen Holstein Kiel, bei dem er zum 5:0 zwei Treffer beisteuerte. Seitdem war Reyna zumindest in der Liga nicht mehr aus der Startelf wegzudenken.

Die Endphase hätte für den Offensivmann kaum besser laufen können. Angeleitet von einem erfolgshungrigen Trainer Terzic, der auf junge Spieler setzt, spielten sich Reyna und Co. in einen Rausch. Das Ergebnis: Sechs Siege in der Liga, die gleichbedeutend mit dem Erreichen der Champions League waren sowie der DFB-Pokalsieg über RB Leipzig. Reynas erster Titel!

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In der kommenden Saison dürfte er den nächsten Schritt in seiner Entwicklung gehen und hinsichtlich seiner Scorerpunkte weiter zulegen. Die laufende Saison hat ihn zu einem reiferen Spieler gemacht. Womöglich greift er auch in seiner dritten Saison nach einem Titel mit den Schwarz-Gelben. Zeit genug hat er jedenfalls.