Steffen, Osako, Alcacer, Pavard und Sabitzer überzeugen zum Saisonstart - © DFL Deutsche Fußball Liga
Steffen, Osako, Alcacer, Pavard und Sabitzer überzeugen zum Saisonstart - © DFL Deutsche Fußball Liga
bundesliga

Alcacer, Osako, Pavard und Co.: 18 Clubs - 18 Gewinner des Saisonstarts

Köln - Das erste Zwischenzeugnis der Bundesliga liefert die Tabelle. Aber auch, wenn eine Mannschaft vielleicht nicht so stark gestartet ist: In jedem Team gibt es Spieler, die ihr Standing im Club dank ihrer Leistungen an den ersten drei Spieltagen enorm gesteigert haben. Das sind die 18 Gewinner der Saisonstarts:

>>> Mach mit beim Bundesliga Fantasy Manager!

RB Leipzig: Marcel Sabitzer

Die Sachsen haben im Sommer viel neue Qualität im offensiven Mittelfeld hinzubekommen, aber Marcel Sabitzer hat seinen Stammplatz erfolgreich verteidigt. Und nicht nur das: Der Österreicher befindet sich in der Form seines Lebens. An den ersten drei Spieltagen gelangen ihm bereits drei Torvorlagen und ein eigener Treffer. Das ist für den 25-Jährigen der mit Abstand beste Bundesliga-Start seiner Karriere. Und ein Grund für die Tabellenführung von RB Leipzig.

FC Bayern München: Benjamin Pavard

Die vergangene Saison war für Benjamin Pavard und den VfB Stuttgart völlig verkorkst. Dementsprechend hatte den Franzosen kaum jemand auf dem Zettel, was die Stammplätze in der Defensive des FC Bayern München angeht. Der Weltmeister von 2018 belehrte aber alle Skeptiker eines besseren und verpasste bislang keine einzige Bundesliga-Minute. Gegen Mainz 05 schoss er zudem nicht nur sein erstes Tor im Bayern-Dress, sondern gab auch seine erste Torvorlage in der Bundesliga.

>>> Jetzt anmelden und gewinnen: Das offizielle Bundesliga-Tippspiel

VfL Wolfsburg: Josip Brekalo

Der Kroate musste sich seinen Platz unter Oliver Glasner hart erkämpfen, aber nach den Leistungen als Joker in Berlin am 2. Spieltag, wo er mit einem Tor und einem Assist großen Anteil am 3:0-Erfolg des VfL Wolfsburg bei Hertha BSC hatte, führte am 21-jährigen Offensivspieler gegen den SC Paderborn kein weg vorbei. Gegen den Aufsteiger traf Josip Brekalo erneut und ist damit bislang in dieser Spielzeit alle 36 Minuten an einem Treffer beteiligt. Eine unfassbare Quote.

>>> Tore, Auswärtsstärke und mehr - die Trends zum Saisonstart

Bayer Leverkusen: Karim Bellarabi

Bayer Leverkusen hat nach dem Abgang von Julian Brandt immer noch extrem viel Qualität in der Offensive. Trotz der prominenten Neuzugänge wie Nadiem Amiri oder Moussa Diaby vertraute Peter Bosz aber an den letzten beiden Spieltagen voll auf Karim Bellarabi, der jeweils 90 Minuten auf dem Feld stand. Am 2. Spieltag krönte er seine starke Leistung beim 3:1 bei Fortuna Düsseldorf mit seinem ersten Saisontor. Seinen Status als Stammspieler hat er damit weiter zementiert.

Borussia Dortmund: Paco Alcacer

In der vergangenen Spielzeit stand Paco Alcacer für Borussia Dortmund nur drei Mal über 90 Minuten auf dem Feld. Diese Quote hat der Spanier nun bereits nach drei Spieltagen erreicht, denn der Torjäger verpasste noch keine Sekunde. Bei vier Toren und einer Vorlage ist das auch kein Wunder. Beeindruckend ist vor allem die Abschlussstärke des 26-Jährigen: Im Schnitt brauchte er nur 2,5 Torschüsse für einen Volltreffer. Damit ist er sogar noch einen Tick effizienter als Robert Lewandowski.

SC Freiburg: Luca Waldschmidt

Der SC Freiburg ist erstmals in seiner Bundesliga-Geschichte mit zwei Siegen in die Bundesliga gestartet. Luca Waldschmidt steuerte jeweils einen Treffer für die Streich-Truppe bei. Zur Belohnung der starken Leistungen wurde der schussgewaltige linksfuß von Joachim Löw auch erstmals in die Nationalmannschaft gerufen. Das dürfte zumindest ein wenig über das unglückliche 1:2 gegen den 1. FC Köln hinweg trösten.

>>> Luca Waldschmidt ist das Gesicht des Freiburger Aufschwungs

Eintracht Frankfurt: Daichi Kamada

Der Japaner wechselte zwar bereits 2017 zu Eintracht Frankfurt, aber richtig angekommen ist er erst jetzt. Er hat jetzt schon mehr Bundesliga-Minuten gespielt als in den beiden Spielzeiten zuvor zusammen. Wobei Daichi Kamada in der vergangenen Saison auch an VV St. Truiden ausgeliehen war. In Belgien traf der 23-Jährige zwölf Mal und sammelte Selbstvertrauen für seinen zweiten Anlauf bei der SGE. Wie verwandelt tritt der Offensivspieler bislang auf und ist das Herz des Angriffsspiels der Hessen - auch, wenn er bislang noch nicht an einem Tor beteiligt war.

>>> Kamada, Dost, Silva: Das neue Eintracht-Sturmtrio

FC Schalke 04: Jonjoe Kenny

Jonjoe Kenny hat in seinen drei Bundesliga-Spielen für den FC Schalke 04 schon einige Höhen und Tiefen durchgemacht. Zunächst agierte der junge Engländer Grundsolide in Mönchengladbach, dann patzte er gegen den FC Bayern und verursachte mit einer fahrlässigen Grätsche den Elfmeter zum 0:1. Wie der Rechtsverteidiger aber darauf reagierte, war bärenstark. Gegen Hertha BSC half er nicht nur mit, hinten die Null zu halten, sondern markierte auch noch seinen ersten Bundesliga-Treffer - übrigens mit seinem bislang einzigen Torschuss der Saison.

Borussia Mönchengladbach: Laszlo Benes

Laszlo Benes war in der vergangenen Spielzeit an Holstein Kiel ausgeliehen und angesichts der großen Konkurrenz im Mittelfeld von Borussia Mönchengladbach schienen seine Aussichten auf viel Spielzeit relativ gering. Auch aufgrund einiger Personalsorgen stand der Slowake am 1. Spieltag in der Startelf und enttäuschte nicht. Am 2. Spieltag gelang ihm dann in Mainz seine erste Torvorlage in der Bundesliga. Am 3. Spieltag saß der Linksfuß zwar zuerst draußen, brachte gegen Leipzig aber frischen Schwung und bereitete das zwischenzeitliche 1:2 vor. Gute Argumente für einen Startelfplatz am 4. Spieltag.

TSG Hoffenheim: Ihlas Bebou

Bei der TSG Hoffenheim war in diesem Sommer sehr viel los. Zahlreiche Spieler haben neben dem langjährigen Trainer Julian Nagelsmann den Club verlassen und dementsprechend hat sich das Team im Vergleich zur Vorsaison deutlich verändert. Eine Konstante im Umbruch ist bislang Ihlas Bebou, der nicht nur beim bislang einzigen Sieg gegen den SV Werder Bremen das zwischenzeitliche 2:1 erzielte, sondern auch als einziger Offensivspieler bislang immer auf dem Platz stand.

1. FC Union Berlin: Marius Bülter

Vor 15 Monaten spielte der großgewachsene Außenstürmer für den SV Rödinghausen in der Regionallliga West. Von dort ging es zum 1. FC Magdeburg, mit dem der 26-Jährige zwar aus der 2. Bundesliga abstieg, sich aber dennoch im Profifußball etablieren konnte. Die Eisernen holten Marius Bülter als Leihgabe vom FCM und nach einer ganz starken Vorbereitung stand der Rechtsfuß bislang immer in der Startelf. Beim 3:1-Erfolg gegen Borussia Dortmund drehte er mit zwei Treffern richtig auf und war der Matchwinner beim historischen ersten Bundesliga-Sieg von Union Berlin.

Fortuna Düsseldorf: Zack Steffen

Das geplante Duell um den Posten zwischen den Pfosten fiel bei Fortuna Düsseldorf in diesem Sommer aufgrund der Verletzung von Michael Rensing aus. Gleich bei seinem ersten Bundesliga-Spiel wurde Zack Steffen auf Herz und Handschuhe geprüft und bestand den Test mit Bravour. 26 Torschüsse feuerte der SV Werder ab, aber nur einer landete im Tor. Der 24-Jährige hielt mit teils herausragenden Paraden den Düsseldorfer Sieg fest und bestätigte diesen guten Eindruck auch in den folgenden Partien.

SV Werder Bremen: Yuya Osako

Drei Tore erzielte Yuya Osako in der vergangenen Saison für den SV Werder Bremen. Bei dieser Marke steht der quirlige Offensivspieler auch 2019/20 - allerdings nach nur drei Einsätzen. Nach dem Abgang von Max Kruse genießt der Japaner hinter einer Doppelspitze alle Freiheiten und nutzt diese gekonnt aus. Sieben Bundesliga-Treffer erzielte er in seiner erfolgreichsten Saison für den 1. FC Köln. Trumpft der 29-Jährige weiter so auf, könnte er diese Marke noch vor der Winterpause knacken.

1. FC Köln: Ellyes Skhiri

1996 hatte der 1. FC Köln zuletzt beim SC Freiburg gewonnen - und dann kam Ellyes Skhiri. Der Tunesier setzte zu einem beherzten Sololauf an und erzielte in der Nachspielzeit den 2:1-Siegtreffer. Das Ausgleichstor von Anthony Modeste hatte er zuvor mit einer präzisen Flanke vorbereitet. Schon gegen Borussia Dortmund und beim VfL Wolfsburg hatte der 24-Jährige seine Qualitäten deutlich gezeigt. Es gibt keinen Zweifel: Skhiri ist der Impulsgeber in der Kölner Zentrale.

SC Paderborn: Streli Mamba

Der Sprung von der 3. Liga in die Bundesliga ist enorm, aber Streli Mamba lässt es bislang spielerisch leicht aussehen. Für Energie Cottbus traf der pfeilschnelle Stürmer 2018/19 elf Mal, konnte den Abstieg in die Regionalliga aber nicht verhindern. Für den SC Paderborn war er bislang in jedem Spiel direkt an einem Treffer beteiligt (zwei Tore, ein Assist) und ist ein wichtiger Baustein im System von Steffen Baumgart.

FC Augsburg: Ruben Vargas

Insgesamt läuft es noch nicht rund für den FC Augsburg, aber dennoch erwies sich die Verpflichtung von Ruben Vargas bereits als absoluter Glücksgriff. Der Schweizer ist enorm agil auf dem linken Flügel und vor allem extrem torgefährlich. Drei Treffer stehen für den 21-Jährigen bereits zu Buche - und das bei insgesamt sechs abgegebenen Torschüsse. Auf diese Quote wäre jeder Stürmer stolz.

Hertha BSC: Lukas Klünter

Lukas Klünter zeigte bereits am 1. Spieltag, was in ihm steckt. Beim überraschenden 2:2 von Hertha BSC beim FC Bayern München meldete er Kingsley Coman praktisch komplett ab und verdiente sich durchweg Bestnoten. Da ist es auch nicht verwunderlich, dass der 23-Jährige bislang immer von An- bis Abpfiff auf dem Platz stand. Eine sehr gute Bilanz für einen Spieler, der in der gesamten vergangenen Saison nur sieben Mal in der Startelf stand.

1. FSV Mainz 05: Karim Onisiwo

Der Motor des 1. FSV Mainz 05 stottert noch ein wenig und auch Karim Onisiwo wartet noch auf seine erste Torbeteilung. Nach der Verletzung Jean-Philippe Mateta mauserte sich der Österreicher zum Mainzer Stürmer Nummer 1 und stand 236 von 270 möglichen Minuten auf dem Feld. Dank seiner Einsatzbereitschaft und Zweikampfstärke - 86 geführte Zweikämpfe, 57 Prozent davon gewonnen - ist er auch wichtig für das Spiel der 05er, wenn er nicht trifft.