Thomas Müller bedankt sich beim Zuarbeiter Arjen Robben (l.) nach dem 3:0 - © gettyimages / Matthias Hangst
Thomas Müller bedankt sich beim Zuarbeiter Arjen Robben (l.) nach dem 3:0 - © gettyimages / Matthias Hangst

Geschmeidig zum Gruppensieg

München - Per Handschlag bedankte sich Thomas Müller nach seinem Tor bei Vorlagengeber Arjen Robben. Nach der perfekten Vorlage des später angeschlagen ausgewechselten Niederländers sorgte Müller quasi im Vorbeigehen für die Vorentscheidung gegen Olympiacos Piräus. Dank einer weiteren Galavorstellung sicherte sich der FC Bayern München in der Champions League bereits einen Spieltag vor dem Ende der Vorrunde den Gruppensieg. Die nächsten Ziele hat der Rekordmeister fest im Blick.

Müller stellt Youngster-Rekord auf

4:0 hieß es am Ende dieses Abendspaziergangs bei Temperaturen um den Gefrierpunkt im Münchner Norden. Wirklich ungemütlich wurde es für die Bayern dabei selbst in Unterzahl nicht. Dank seines unersättlichen Erfolgshungers hat der Rekordmeister in seinem 100. Heimspiel in der Königsklasse souverän den Achtelfinal-Einzug perfekt gemacht.

"Es ist bemerkenswert, was wir für eine super Truppe sind, gerade auch was die Gier betrifft", sagte Müller. "Es sind viele Spieler dabei, die schon viel erreicht haben und trotzdem gehen wir immer mit Hunger ins Spiel, als wenn wir alle noch 18 wären. Das macht schon Spaß." Ganz so jung ist Müller in der Tat nicht mehr, dennoch stellte der Stürmer am Dienstag einen Youngster-Rekord auf: Mit 26 Jahren und 72 Tagen ist Müller der jüngste Spieler, der in der Champions League die Schallmauer von 50 Siegen durchbrochen hat. In dieser Hinsicht ist der Bayern-Star sogar besser als Lionel Messi (27 Jahre, 134 Tage) und Cristiano Ronaldo (28 Jahre, 28 Tage).

Besser als der FC Barcelona und Real Madrid - so lautet auch das Ziel der Bayern im kommenden Jahr. "Wir wollen das Ding gewinnen. Aber noch liegt ein harter Weg vor uns. Es gibt einige Mannschaften, die dieses Ziel haben", sagte Müller mit Blick auf das Finale der Königsklasse in Mailand am 28. Mai 2015. Dank der bis auf die Niederlage beim FC Arsenal durchweg überzeugenden - oder wie Müller es ausdrückte - "geschmeidigen" Gruppenphase zählen die Bayern zum engsten Favoritenkreis auf den Titelgewinn.

Torhunger als Titelgarantie?

Auch weil das Team von Pep Guardiola in der Vorrunde eine Torgala nach der anderen feierte. 17 Treffer haben die Münchner in den ersten fünf Spielen erzielt - nur Manchester United 1998 und Real Madrid 2013 gelangen zu diesem Zeitpunkt der Gruppenphase noch mehr Tore. Beide Mannschaften gewannen später den Titel. "Es kommt auf die entscheidenden Spiele ab Februar bis Mai an und nicht auf die Gruppenphase", entgegnete Kapitän Philipp Lahm.