Jefferson Farfan (M.) erzielt das erlösende Tor des Tages in der impuls arena
Jefferson Farfan (M.) erzielt das erlösende Tor des Tages in der impuls arena
Bundesliga

Geschenk für die "Knappen"

Augsburg - Der Jubel war sehr ausgelassen. Die Spieler von Schalke 04 gingen auf die Kurve zu, in der ihre Anhänger standen, dann nahmen sie Anlauf und schmissen sich geschlossen mit dem Bauch voran auf den ramponierten Rasen.

Unklar blieb zunächst, ob die Mannschaft da schon von der Verlängerung ihres Weihnachtsurlaubs wusste, Trainer Felix Magath jedenfalls sagte nach dem 1:0 (0:0) im Achtelfinale des DFB-Pokals beim FC Augsburg mit einem Lächeln: "Es haben sich alle gefreut, dass sie mich erst am 2. Januar wiedersehen."

S04 kommt in Fahrt

Der Sieg in Augsburg ist auch ein versöhnlicher Abschluss einer durchwachsenen Hinrunde, die mit einem schlechten Auftakt begonnen hatte. "Wir ärgern uns natürlich über den schlechten Start", sagte Christoph Metzelder. Und Manuel Neuer ergänzte: Erst in den beiden vergangenen Monaten "sind wir im Soll".

So richtig gebessert aber hat sich die Stimmung erst, seit sie richtig im Keller war, also nach dem krachenden 0:5 am 27. November beim 1. FC Kaiserslautern. Danach strich Magath den Urlaub über Weihnachten zusammen - und seine Mannschaft siegte nur noch.

Schalker werden weiter hart arbeiten

Die vergangenen fünf Pflichtspiele hat Schalke 04 nun gewonnen, mit einem Torverhältnis von 10:1. Magaths Mannschaft steht im Achtelfinale der Champions League, dank des späten Treffers von Jefferson Farfan (84.) wie im Vorjahr im Viertelfinale des DFB-Pokals und in der Bundesliga nun wenigstens mal auf Rang 10 und damit halbwegs in Reichweite der Europa-League-Plätze. Und so fiel die Jahresabschlussbilanz des Trainers positiv aus: "Es ist deutlich, dass Schalke 04 einen großen Schritt nach vorne gekommen ist", sagte Magath.

Ja, ergänzte Magath, es habe logischerweise etwas gedauert, um die neuen Spieler einzubauen und das neue Spielsystem zu installieren, aber jetzt sei er "zuversichtlich, dass wir das weiter entwickeln können". Diese Zuversicht teilt auch Neuer, er sagte allerdings warnend: "Wir dürfen uns jetzt nicht ausruhen und denken, es geht von alleine so weiter. Man muss was dafür tun. Wir müssen uns noch verbessern, aber wir sind auf dem richtigen Weg." Neuer, so viel ist klar, hat mit nur einem Gegentor aus fünf Spielen großen Anteil daran.

Augsburg bietet lange Paroli

Beim FC Augsburg war von vorneherein klar, dass bis 2. Januar Pause sein würde, auch wenn das für die Schwaben bemerkenswerte Jahr 2010, in dem sie nur knapp am Aufstieg in die Bundesliga scheiterten, mit einer recht unglücklichen Niederlage endete.

Der Tabellenführer der 2. Bundesliga war erst besser, dann lange auf Augenhöhe, und wäre Tobias Werner nicht frei vor Neuer an selbigem gescheitert (65.), dann, sagte FCA-Trainer Jos Luhukay, "wäre es sehr schwer geworden für Schalke 04". Und vielleicht nichts mit dem verlängerten Weihnachtsurlaub.