Zuzenhausen - Nach der sportlichen Neuausrichtung zeichnen sich auch auf der Führungsebene der TSG 1899 Hoffenheim Veränderungen ab. Jochen Rotthaus wird seinen Vertrag als Geschäftsführer nicht über das Ende dieser Saison hinaus verlängern und den Bundesligisten damit nach einer achtjährigen Amtszeit spätestens Ende Juni 2014 verlassen.

Diesen Entschluss teilte der Marketing- und Vertriebsgeschäftsführer den Gesellschaftern des Klubs nach der Rückkehr aus seinem Urlaub mit. "Ich habe der TSG viel zu verdanken und deshalb ist mir der Schritt nicht leicht gefallen", sagt der 47 Jahre alte Diplom-Kaufmann. Nach "reiflicher Überlegung und eingehenden Gesprächen mit meiner Familie" habe er sich dazu entschieden, "mich noch einmal neuen Herausforderungen zu stellen".

Hopp: "Wir respektieren die Entscheidung"



"Jochen Rotthaus hat den Aufstieg der TSG 1899 Hoffenheim intensiv begleitet und sich mit hohem Engagement um die erfolgreiche Entwicklung des Klubs verdient gemacht", sagt Gesellschafter Dietmar Hopp. "Wir respektieren aber natürlich seine Entscheidung und wünschen ihm persönlich und beruflich viel Erfolg." TSG-Präsident Peter Hofmann dankt Rotthaus nicht nur "für seinen enormen Einsatz", sondern auch dafür, dass "er uns früh in Kenntnis und damit in die Lage versetzt hat, in Ruhe eine Nachfolgeregelung treffen zu können". Dies beweise "seine Verbundenheit mit Klub und Region".

Im Jahr 2006 war Jochen Rotthaus vom VfB Stuttgart in den Kraichgau geholt worden. Bei der TSG 1899 Hoffenheim war er maßgeblich für den Auf- und Ausbau einer professionellen Club-Infrastruktur verantwortlich. Nach "spannenden und ereignisreichen acht Jahren sehe ich nun den richtigen Zeitpunkt gekommen, mir noch einmal ein neues Betätigungsfeld zu suchen", erklärt Rotthaus.