Mönchengladbach - Für Jens Wissing ruft der 8. Spieltag gemischte Gefühle hervor. Zwar gab der 22-Jährige Abwehrspieler von Borussia Mönchengladbach sein Bundesliga-Debüt. Doch die Partie bei 1899 Hoffenheim ging für die "Fohlen" mit 2:3 verloren.

Nach seinem Bundesligadebüt spricht der Verteidiger über die Umstände seiner Einwechslung, Rote Karten und seine Rolle bei Borussia.

Frage: Herr Wissing, Ihren ersten Einsatz in Deutschlands Elite-Liga hatten Sie sich sich etwas anders vorgestellt...

Jens Wissing: Die Umstände waren wirklich ein bisschen kurios. Aus der Not der Platzverweise geboren, musste ich die letzten fünf, sechs Minuten einspringen. Die Freude über mein Bundesliga-Debüt ist schon da, nichtsdestotrotz ist das Spiel für uns insgesamt schlecht gelaufen, gerade was die 2. Hälfte angeht. Das hatten wir uns natürlich anders vorgestellt.

Frage: Wie beurteilen Sie als Abwehrspieler die Situation, die zum Elfmeter und zum Platzverweis von Sebastian Schachten führte?

Wissing: In dieser Situation steht Demba Ba beinahe frei vor dem Tor. Da musst du als Abwehrspieler hingehen und versuchen noch einen Fuß dazwischen zu bekommen, um ein Tor zu verhindern. Aber da müssen wir uns jetzt gemeinsam wieder rausziehen.

Frage: Mal abgesehen vom Ergebnis, wie zufrieden sind Sie mit Ihrer Leistung?

Wissing: Ich habe versucht, so schnell wie möglich da zu sein, auch wenn ich nur wenige Ballkontakte hatte. Trotzdem habe ich mich schon gefreut, in der Bundesliga angekommen zu sein.

Frage: Den ersten Bundesligaminuten könnte bald weitere folgen. Wie schätzen Sie Ihre Chancen ein, gegen Bremen vielleicht sogar in der Startelf zu stehen?

Wissing: Natürlich ist es so, dass wir derzeit viele verletzte und gesperrte Spieler haben. Ich habe immer gesagt, dass ich mich hier an jedem Tag und in jedem Training voll reinhängen werde. Ob das dann letztlich reicht, muss am Ende der Trainer entscheiden. Ich würde mich aber natürlich riesig freuen, wenn ich gegen Werder Bremen wieder mit von der Partie sein dürfte.

Frage: Die Unterstützung der Fans war auch in Hoffenheim wieder groß. Wie empfinden Sie so etwas als junger Spieler?

Wissing: Das ist auf jeden Fall und eigentlich bei jedem Spiel etwas ganz Besonderes. Ich war bei den letzten Partien im Kader dabei und bereits da merkt man, wie die Fans hinter einem stehen und wie sie einen nach vorne pushen. Auch wenn ein Spiel mal wie in Hoffenheim nicht so positiv für uns läuft, bekommen wir die Unterstützung der Anhänger. Das ist schon toll, so etwas einmal hautnah auf dem Platz zu erleben.

Frage: Wenn Sie in ein paar Jahren auf Ihr Bundesligadebüt zurückblicken werden, mit welchen Gefühlen werden Sie das Spiel in Erinnerung behalten?

Wissing: Ich denke, dass ich mit gemischten Gefühlen auf dieses Spiel zurückblicken werde.


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