Bremen - Tag für Tag setzt sich der SV Werder Bremen für Inklusion in der Gesellschaft und im Sport ein. Am 4. März bildet das Heimspiel gegen Darmstadt 98 im Weser-Stadion einen besonderen Rahmen für dieses Engagement. Gemeinsam mit der Bundesliga-Stiftung, der Aktion Mensch und der Molkerei Ammerland führen die Grün-Weißen die Aktion "Gemeinsam für Inklusion" durch, die für ein selbstverständliches Miteinander von Menschen mit und ohne Behinderung wirbt.

"Das Spiel trägt dazu bei, Berührungsängste und Vorurteile auf dem Platz und am Rande des Spielfeldes abzubauen", sagt Dr. Hubertus Hess-Grunewald, Geschäftsführer und Präsident des SV Werder Bremen. "Wir stellen diese Bühne gern erneut zur Verfügung. Dieser Aktionstag setzt ein Zeichen für Inklusion, Toleranz und gegen Diskriminierung." Kinder mit und ohne Behinderung laufen an diesem Tag mit den Spielern ins Weser-Stadion ein, ein 17-Jähriger mit geistiger Behinderung steht den Stadionsprechern zur Seite.

Kooperation für mehr Inklusion

Wie bei jedem Spiel im Weser-Stadion schildert der Bremer Blindenreporter die Partie für sehbehinderte Besucher. In den Gastronomiebetrieben des Stadions und im VIP-Bereich arbeiten Menschen mit Behinderung mit. Bei der Rasenpflege in der Halbzeitpause engagiert sich der Martinshof, ebenfalls ein Förderprojekt der Aktion Mensch.

Bereits zum zweiten Mal kooperiert der Club bei einem Bundesliga-Spiel mit der Bundesliga-Stiftung und der Aktion Mensch. "Sport ist ein wichtiger Inklusionstreiber, weil die Begeisterung dafür die Menschen zusammenführt. So können wir die Gesellschaft für das Thema Inklusion mit Hilfe des Erlebnisses im Stadion weiter sensibilisieren", sagt Armin v. Buttlar, Vorstand der Aktion Mensch. "Mit dem SV Werder Bremen haben wir einen Partner mit großer Erfahrung auf dem Gebiet gefunden, der das Projekt mit viel Herzblut vorantreibt."

Kiefer: "Der Profifußball ist so inklusiv wie noch nie"

Die Förderorganisation setzt sich gemeinsam mit der Bundesliga-Stiftung für die Barrierefreiheit im Stadion ein. "Der Profifußball ist so inklusiv wie noch nie. Die Stadien der Bundesliga und 2. Bundesliga halten über 3.600 Plätze für Fans mit Behinderung bereit“, sagt Stefan Kiefer, Vorstandsvorsitzender der Bundesliga-Stiftung. "Zudem wird der digitale Reiseführer 'Barrierefrei ins Stadion' für Menschen mit und ohne Behinderung von der Bundesliga-Stiftung und der Aktion Mensch stetig weiterentwickelt. Wir bleiben auch weiterhin bestrebt, den Stadionbesuch noch barriereärmer zu gestalten."

Auch im Rahmen des Projekts "Lernort Stadion", setzen sich Bundesliga-Stiftung und Aktion Mensch für Inklusion ein. Ein Blindenreporter-Kompetenzzentrum schult überdies Reporter, die es mit ihren Reportagen blinden und sehbehinderten Fans im Stadion ermöglichen, am Spiel teilzuhaben. Auch die Molkerei Ammerland ist nicht nur bei der Aktion für Inklusion am 4. März Partner des SV Werder Bremen. "Wir finden es wichtig, dass behinderte und nicht behinderte Menschen zusammen Projekte durchführen und Gemeinsamkeiten entwickeln können. Daher haben wir das Thema Inklusion zum Mittelpunkt unseres Kooperationsvertrages mit Werder Bremen gemacht. Jeder Mensch hat spezielle Fähigkeiten die auch auf dem Arbeitsmarkt wertvoll sind – ob mit oder ohne Behinderung." sagt Ralf Hinrichs, Geschäftsführer der Molkerei Ammerland eG.