Nach neun Jahren Pause ist der VfL Wolfsburg siegreich in den UEFA-Pokal zurückgekehrt.

Die Niedersachsen setzten sich gegen Rapid Bukarest mit 1:0 (1:0) durch und erarbeiteten sich damit ein kleines Polster für das Rückspiel am 2. Oktober in der rumänischen Hauptstadt.

Wolfsburgs Torjäger Grafite gelang der Treffer des Tages. Der Brasilianer verwandelte in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit einen allerdings umstrittenen Foulelfmeter unhaltbar für Rapid-Torhüter Urko Pardo.

Sieg hätte höher ausfallen können

Der Sieg der Norddeutschen hätte durchaus höher ausfallen können, doch wie in den Vorwochen vergaben die Platzherren zahlreiche gute Einschussmöglichkeiten, was Trainer Felix Magath an der Seitenlinie mehrfach zu lauten Unmutsäußerungen veranlasste.

Speziell vor dem Seitenwechsel konnte sich der rumänische Meisterschaftsdritte bei seinem sowohl auf der Linie als auch in der Strafraumbeherrschung starken Torhüter Pardo bedanken, dass nicht schon früher Tore für die Gastgeber fielen.

So vergab Mittelfeldspieler Christian Gentner in der achten und 26. Minute gleich zwei gute Tormöglichkeiten, in der 32. Minute wurde ein Schuss des freistehenden Japaners Makoto Hasebe in letzter Sekunde abgeblockt.

Wenig Gegenwehr der Rumänen

Nach Wiederanpfiff ging bei den Wolfsburgern ein wenig der Spielfluss verloren, dennoch stellten sie überraschenderweise auch weiterhin das feldüberlegene Team. Die Mannschaft von Coach Jose Peseiro schien ganz offensichtlich mit der knappen Niederlage zufrieden zu sein und startete auch in den zweiten 45 Minuten nur sehr wenige Entlastungsangriffe.

Die klarste Chance für den dreimaligen rumänischen Meister hatte in der 24. Minute Mittelfeldspieler Ovidiu Herea vergeben, als er mit einem verdeckten Distanzschuss nur knapp das VfL-Gehäuse verfehlte.

VfL Wolfsburg - Rapid Bukarest 1:0 (1:0)

Wolfsburg: Benaglio - Riether, Madlung, Barzagli, Schäfer - Josue - Hasebe, Gentner - Misimovic (71. Dejagah) - Dzeko (90.+4 Krzynowek), Grafite (71. Saglik). - Trainer: Magath.

Bukarest: Urko Pardo - Ricardo, Maftei, Constantin, Vella - Barioni, Bozovic, Herea, dos Santos (58. da Silva) - Spadacio (70. Djalovic) - Mejolaro (82. Grigore). - Trainer: Peseiro.

Schiedsrichter: Gianluca Rocchi (Italien)

Tore: 1:0 Grafite (45.+1, Foulelfmeter)

Gelbe Karten: Josue, Hasebe - Constantin, Barioni