Stuttgart - Was Sportdirektor Fredi Bobic vom VfB Stuttgart bereits direkt nach der 2:4-Niederlage beim Hamburger SV im Fernseh-Interview angekündigt hatte, wurde am Sonntag auch umgesetzt. Für die Rote Karte, die Ciprian Marica nach einer Schiedsrichterbeleidigung in der 16. Minute gesehen hatte, erhielt der Rumäne vom Verein eine Geldstrafe.

"Mit dieser Aktion hat er nicht nur sich selbst, sondern der gesamten Mannschaft geschadet. Ein Spieler mit seiner Erfahrung und seiner Klasse muss sich in so einer Situation zurückhalten. Ciprian war in den letzten Wochen auf einem sehr guten Weg, hat viele Tore vorbereitet und wichtige Treffer erzielt. Das er jetzt durch diese Dummheit einen Rückschritt macht, enttäuscht mich sehr", sagte Fredi Bobic.

Auch Kuzmanovic muss Strafe zahlen

Zusammen mit Cheftrainer Jens Keller hatte Bobic am Vormittag eine Mannschaftssitzung einberufen. Bei dieser wurde auch Mittelfeldspieler Zdravko Kuzmanovic mit einer Geldstrafe belegt. Grund hierfür war das Verhalten des serbischen Nationalspielers nach der Partie in Hamburg. Kuzmanovic war nicht zusammen mit seinen Mannschaftskollegen in die Kurve gegangen. "In unserer Situation ist sowohl neben als auch auf dem Spielfeld kein Platz für Egoismen", stellte Bobic klar. "Wir bekommen unsere Probleme nur gemeinsam in den Griff.

Das muss jedem Einzelnen bewusst sein. So wie die Mannschaft in der zweiten Hälfte gegen den HSV mit nur zehn Mann aufgetreten ist und zusammen gehalten hat, so muss das immer sein. Da hatte ich das Gefühl, dass die Spieler den Abstiegskampf angenommen haben. So müssen wir auch in den kommenden Wochen auftreten", sagte Bobic.