München - Es lief die 40. Minute im Grundig Stadion: Aaron Hunt fasst sich ein Herz und zieht aus 25 Metern ab. Das Leder knallt an den rechten Pfosten. Dann kommt die Szene von Franco Di Santo. Aus rund 13 Meter nimmt der Argentinier den Ball volley - und erwischt ihn perfekt. Unhaltbar zischt die Kugel in die Maschen - und Bremen führt 1:0 im Kellerduell. Der laut Trainer Robin Dutt "technisch anspruchsvolle" Treffer beschert Di Santo einen weiteren Erfolg: Den 1. Platz beim "Spieler des 24. Spieltags".

"Mein Treffer fiel natürlich zu einem günstigen Zeitpunkt", sagte der Torschütze nach der Partie. In der Tat: Mitten in die Nürnberger Drangphase schoss er sein zweites Saisontor, nachdem ihn die Latte in der 22. Minute am Jubeln hinderte. Aufgrund der starken Leistung des Bremer Gefahrenherds belohnten ihn die bundesliga.de-User mit 54,09 Prozent der Stimmen und wählten ihn damit zum besten Spieler des vergangenen Wochenendes.

"Hunter" und Müller folgen

Den 2. Platz holte sich Schalke Torjäger Klaas-Jan Huntelaar. Mit seinem Dreierpack schoss er die Hoffenheimer (4:0) quasi im Alleingang ab und bescherte Jens Keller nach zwei herben Klatschen mit elf Gegentoren eine ruhige Woche in Gelsenkirchen. Für ihn votierten 17,62 Prozent. Das reichte um Thomas Müller (14,49 Prozent) auf den Bronzerang zu verdrängen. Der Bayern-Spieler war beim 6:1 des Rekordmeisters beim VfL Wolfsburg maßgeblich an der Wende in dem kuriosen Spiel beteiligt, in dem die Wölfe 60 Minuten lang ebenbürtig waren. Anschließend brachen sie ein und kassierten fünf Tore binnen kurzer Zeit (zum Spielbericht).

Bayers "Elfmeter-Killer" Bernd Leno sicherte mit seinen Paraden den Leverkusenern einen Punkt und sich mit 4,82 Prozent den 4. Platz. 0,29 Prozent-Punkte dahinter folgt Augsburgs Tobias Werner. Der 32-Jährige sorgte mit seinem 2:1-Siegtreffer in Gladbach für den dritten FCA-Auswärtssieg in Folge. Auf dem 6. Platz landete Martin Harnik. Der Stuttgarter schoss beim 2:2 gegen Braunschweig ein sehenswertes Tor, legte ein weiteres auf und sicherte sich 4,45 Prozent der Stimmen (zum Treffer).