Die Weltmeisterschaft in Südafrika (11. Juni bis 11. Juli) bietet neben dem Sport jede Menge bunte Randgeschichten. bundesliga.de präsentiert diese täglich in den WM-Splittern:

++++ Wenige Stunden nach der 0:1-Blamage gegen China ist Vizeweltmeister Frankreich in Südafrika eingetroffen. Um 6:45 Uhr Ortszeit landete der Flieger aus La Reunion nach einem Zwischenstopp in Johannesburg in George im Süden des Landes. Trotz der frühen Stunde begrüßten eine kleine südafrikanische Delegation und eine Blaskapelle die "Equipe Tricolore". Frankreich spielt bei der WM (11. Juni bis 11. Juli) in der Gruppe A gegen Uruguay, Mexiko und Südafrika. ++++

++++ Frankreichs Auftaktgegner Uruguay traf am späten Samstagnachmittag mit mehrstündiger Verspätung in Südafrika ein. Die "Urus" hatten in Montevideo neun Stunden auf den gecharterten Flieger warten müssen. ++++

Zuvor war auch Gruppengegner Mexiko in der Kap-Republik gelandet. Die Mexikaner, die am 11. Juni das Auftaktspiel gegen den Gastgeber bestreiten, landeten um Mitternacht am Flughafen von Johannesburg. "El Tri" hatte sein Trainingslager vor der WM in Herzogenaurach absolviert und zuletzt mit dem 2:1-Sieg gegen Weltmeister Italien Selbstvertrauen gesammelt. ++++

++++ Das Aus des englischen Nationalmannschaftskapitäns Rio Ferdinand für die WM hat die Urlaubsplanung von Michael Dawson kurzfristig über den Haufen geworfen. Teammanager Fabio Capello nominierte den Verteidiger von Tottenham Hotspur für den am Knie verletzten Ferdinand nach. "Ich war gerade dabei, meinen Urlaub zu buchen, als ich den Anruf erhielt, dass Rio das Training abgebrochen hatte", sagte der 26-Jährige: "Es war ein verrückter Tag."

Dawson hatte im 30-köpfigen vorläufigen WM-Kader der Three Lions gestanden, war dann aber aus dem endgültigen Aufgebot gestrichen worden. In Südafrika will er die Chance, die sich ihm unverhofft bietet, nutzen. "Ich fahre ohne einen einzigen Länderspieleinsatz zur WM. Eine bessere Gelegenheit für mein erstes Spiel im A-Team gibt es doch nicht."

Bei aller Freude fühlt Dawson mit Unglücksrabe Ferdinand mit. "Es tut mir sehr leid für ihn, dass er als Kapitän das wichtigste Turnier der Welt verpasst." ++++

++++ Sportlich traut FCB-Präsident Franz Beckenbauer der DFB-Auswahl nach dem Ausfall von Kapitän Michael Ballack am Kap der guten Hoffnung trotz des beeindruckenden 3:1 gegen Bosnien-Herzegovina am Donnerstag in Frankfurt/Main offenbar nicht den großen Wurf zu. "Wir müssen hart arbeiten, um überhaupt ins Halbfinale zu kommen. Ohne Michael Ballack wird es schwer. Nun ist unsere Mannschaft geschwächt", sagte Beckenbauer.

Gleichzeitig kritisierte das FIFA-Exekutivmitglied den Kommerz im Fußball und die Gier der Spielervermittler. "Der Fußball ist ein Feld von Gauklern geworden", sagte der 64-Jährige und nannte als Beispiele: "Spielervermittler, wohin man schaut, Profitmacher." ++++