Jörg Litwinschuh, Katrin Müller-Hohenstein und Thomas Hitzlsperger bei der Vorstellung des Projekts "Fußball für Vielfalt" der Bundesstiftung Magnus Hirschfeld
Jörg Litwinschuh, Katrin Müller-Hohenstein und Thomas Hitzlsperger bei der Vorstellung des Projekts "Fußball für Vielfalt" der Bundesstiftung Magnus Hirschfeld
Bundesliga

Fußball für Vielfalt – Fußball gegen Homophobie

Berlin – Die Bundesstiftung Magnus Hirschfeld (BMH) hat ihr von DFL und DFB unterstütztes neues Bildungs- und Forschungsprojekt "Fußball für Vielfalt" vorgestellt. Gemeinsam mit dem 52-maligen Nationalspieler Thomas Hitzlsperger präsentierte der Vorsitzende der Stiftung, Jörg Litwinschuh, auf einer Pressekonferenz mit anschließender Podiumsdiskussion das Projekt gegen Diskriminierung Homosexueller im Sport.

"Im Fußball gibt es noch kein Umfeld für ein Coming-out", sagte Thomas Hitzlsperger auf der von Katrin Müller-Hohenstein moderierten Veranstaltung.

Das ist "Fußball für Vielfalt":

Zentrales Ziel der Initiative "Fußball für Vielfalt –Fußball gegen Homophobie" ist der Abbau von Homo- und Transphobie auf allen Ebenen des Sports, also jeglicher Form versteckter und offener Diskriminierung aufgrund negativer Einstellungen gegenüber homosexuellen Menschen und allen anderen, die nicht dem gängigen heteronormativen Bild der Gesellschaft entsprechen.

Als der mit Abstand beliebtesten Sportart in Deutschland gelingt es dem Fußball in besonderer Weis, die verschiedensten gesellschaftlichen Gruppen anzusprechen, miteinander zu verbinden und Veränderungsprozesse anzustoßen. Die Initiative "Fußball für Vielfalt" mit ihren Bildungs- und Forschungsaktivitäten ist aber grundsätzlich auf alle Bereiche des (Fußball-)Sports ausgerichtet, sie will damit nachhaltige Zeichen setzen gegen Diskriminierung aufgrund sexueller und/oder geschlechtlicher Identität und für gelebte Vielfalt. Ungeachtet der Schwerpunktsetzung auf homosexuelle Orientierungen wird insofern selbstverständlich auch die Übertragung auf weitere sexuelle Orientierungen und LSBTTI*-Lebensformen angestrebt.

Die Bundesstiftung Magnus Hirschfeld:

Die Bundesstiftung Magnus Hirschfeld versteht sich als Impulsgeberin bei der Erforschung und Wissensvermittlung hinsichtlich der Repression, Diskriminierung und des Alltags von Lesben, Bisexuellen, Schwulen, Transgender, trans*- und intersexuellen/-geschlechtlichen Menschen (LSBTTI*) in Vergangenheit und Gegenwart. Sie ist Initiatorin der "Berliner Erklärung. Gemeinsam gegen Homophobie – für Vielfalt, Respekt und Akzeptanz im Sport" (vom 17. Juli 2013), zu deren ersten Unterzeichnern auch die DFL gehörte, und der Forschungs- und Bildungsinitiative "Fußball für Vielfalt – Fußball gegen Homophobie". Das Referat "Bildung und Antidiskriminierung" der BMH betreut das Projekt.

Benannt ist die Stiftung nach dem Arzt, Sexualforscher und Mitbegründer der ersten deutschen Homosexuellenbewegung Magnus Hirschfeld (1868-1935).

Homepage Fußball für Vielfalt: www.ffv-online.de

Über die Stiftung: http://mh-stiftung.de/ueber-die-stiftung/