Sinsheim - Nach der 0:1 (0:1)-Pleite im Viertelfinale des DFB-Pokals gegen den Zweitligisten SpVgg Greuther Fürth ist für 1899 Hoffenheim der Traum vom Finale in Berlin geplatzt.

Mitentscheidend für die Niederlage der Kraichgauer war der Platzverweis gegen den früheren Nationalspieler Marvin Compper in der 35. Minute. Der Abwehrspieler hatte sich nach einem Schubser gegen Christopher Nöthe nicht im Griff und leistete sich einen Wischer in das Gesicht von Stephan Fürstner, was von Schiedsrichter Marco Fritz aus Korb mit der Roten Karte geahndet wurde.

Wenig später machte Torjäger Olivier Occean (44.) die erste Halbfinalteilnahme der Gäste perfekt, die in der Runde zuvor den fränkischen Lokalrivalen 1. FC Nürnberg aus dem Wettbewerb geworfen hatten.

Büskens: "Was die Jungs leisten, ist sensationell"

1899-Trainer Holger Stanislawski fand nach dem bitteren K.o. aber auch lobende Worte für seine Mannschaft: "Das ist richtig enttäuschend für uns, weil wir eine richtig gute Partie geboten haben. Wir waren auch mit zehn Mann das bessere Team und hatten genug Chancen.

Gästetrainer Mike Büskens, der nach dem Spiel alle seine Spieler herzte, meinte: "Alles in allem geht der Sieg in Ordnung. Allerhöchsten Respekt. Was die Jungs leisten, ist sensationell."

1899 erwischt besseren Start

Dabei hatte Hoffenheim den besseren Start. Stanislawski konnte mit dem Auftritt seiner Mannschaft lange Zeit zufrieden sein, zumal sich seine personellen Maßnahmen zunächst positiv auswirkten. Der 1899-Coach hatte seine Startelf gegenüber dem 2:2 gegen Aufsteiger FC Augsburg am vergangenen Wochenende auf drei Positionen verändert.

Sejad Salihovic, Ryan Babel und Knowledge Musona mussten sich beim Anpfiff mit einem Platz auf der Bank begnügen. Dafür spielten Edson Braafheid, Wintereinkauf Srdjan Lakic und Tobias Strobl, der sein Profidebüt feierte, von Beginn an.

Strobl mit guter Partie

Vor allem der 21-jährige Strobl machte im defensiven Mittelfeld eine gute Partie und leitete zudem immer mal wieder gute Angriffe der Gastgeber ein, die in der 24. Minute durch Peniel Mlapa ihre beste Möglichkeit vergaben.

Für Aufstiegsaspirant Fürth, der von über 4000 mitgereisten Fans angefeuert wurde, hatte Occean nach einer halben Stunde eine gute Gelegenheit vergeben, ehe er nach dem Platzverweis einen tollen Pass von Thomas Kleine zu seinem zweiten Treffer im aktuellen Pokal-Wettbewerb nutzte.

Fürth defensiv sicher

Zu diesem Zeitpunkt wirkte auch schon der im Winter verpflichtete Ex-Nationalspieler Gerald Asamoah mit, der in der 42. Minute für den angeschlagenen Nöthe eingewechselt worden war und so sein Debüt im Kleeblatt-Trikot feierte.

Nach dem Seitenwechsel mühten sich die Hausherren nach Kräften, aber gegen die gute Defensive der Franken war einfach kein Durchkommen. Fürth verlegte sich auf Konter und hatte in einer teilweise hitzigen Begegnung hin und wieder auch das Glück auf seiner Seite.