Gleich vier Mal wurde Diego Benaglio, Torhüter des VfL Wolfsburg, beim bitteren 1:4 gegen den VfB von Stuttgarts Torjäger Mario Gomez bezwungen, ohne dabei einen einzigen Fehler gemacht zu haben.

Im Interview mit bundesliga.de spricht der Schweizer über die Gründe für die Klatsche, über den Weggang von Felix Magath und über das Ziel Meisterschaft.

bundesliga.de: Herr Benaglio, wo sehen Sie die Gründe für die deutliche 1:4-Niederlage der Wolfsburger in Stuttgart?

Diego Benaglio: Wir sind in vielen Duellen immer einen Schritt zu spät gekommen und waren gleich am Anfang nicht aufmerksam, als wir mit dem ersten Angriff ein Gegentor kassiert haben. Danach haben wir uns zwar ein, zwei Chancen erspielt, haben aber trotzdem über die gesamte Partie nicht zu unserem Spiel gefunden.

bundesliga.de: Ist die Wolfsburger Leistung auch mit dem Weggang Ihres Trainers Felix Magath zu Schalke 04 zu erklären?

Benaglio: Diese Erklärung wäre viel zu einfach. Wir haben einfach schlecht gespielt und müssen uns deshalb an die eigene Nase fassen.

bundesliga.de: Die Wolfsburger sind noch Tabellenführer, aber die Verfolger rücken immer näher. Wird der VfL nervös?

Benaglio: Wir haben immer gesagt, dass uns noch vier schwere Spiele bevorstehen. Jetzt sind es noch drei, und wir werden weiter alles dafür tun, um das Maximale zu erreichen.

bundesliga.de: Jetzt geht es in drei Tagen mit dem Heimspiel gegen die starken Dortmunder weiter. Ist das gut oder hätten Sie sich eine längere Pause gewünscht?

Benaglio: Ich persönlich finde es gut, wenn es nach Niederlagen immer gleich weitergeht. So verarbeitet man Enttäuschungen leichter und hat die schnelle Chance zur Wiedergutmachung.

bundesliga.de: Auch wenn Sie es vielleicht nicht mehr hören können: Wie enttäuscht sind Sie darüber, dass Felix Magath in der nächsten Saison nicht mehr Ihr Trainer sein wird?

Benaglio: Das ist schade, aber das gehört einfach zum Fußball-Geschäft. Noch ist er unser Trainer, das ist das Einzige, was momentan für uns zählt.

Das Interview führte Jens Fischer