Hannover – Nachdem Michael Frontzeck nach der Beurlaubung von Tayfun Korkut am Dienstagmorgen bereits die erste Trainingseinheit bei Hannover 96 geleitet hatte, wurde er anschließend offiziell vorgestellt. Der Interimstrainer gab sich dabei kämpferisch.

"Ich habe ein gutes Gefühl und bin zuversichtlich. Ich weiß wie kompliziert es ist, aber die Mannschaft ist topfit und macht einen guten Eindruck", sagte der 51-Jährige bei der Pressekonferenz, wo er offiziell vorgestellt wurde: "Das A und O ist es, die Nerven zu behalten, eine gesunde Mischung aus aggressivem und überlegtem Spiel zu finden und die richtigen Entscheidungen zu treffen", so Frontzeck weiter.

Publikum soll helfen

Frontzeck, der zuletzt in der vergangenen Saison in der 2. Bundesliga beim FC St. Pauli an der Seitenlinie stand, aber auch schon bei Hannover in der Spielzeit 2004/05 Co-Trainer war, hofft im Abstiegskampf auch auf die Unterstützung des Hannoveraner Publikums: "Wenn es eng wird, konnte man hier immer auf die Fans bauen. Wir setzen alles darauf, eine Atmosphäre zu schaffen, mit der wir den Klassenerhalt schaffen können."

Über seinen Vorgänger Tayfun Korkut sagte Frontzeck: "Ich weiß, dass Tayfun einen guten Job gemacht hat und alles rausgehauen hat. Manchmal sind es dann Kleinigkeiten, die nicht passen. Ich weiß nicht, was nach der Rückrunde passiert ist, aber das interessiert mich jetzt auch gar nicht."

Dufner: "Sind von der Lösung absolut überzeugt"

Auch Sportdirektor bedankte sich noch einmal ausführlich bei Korkut. Über den neuen Coach, der erst einmal nur für die verbleibenden fünf Spiele im Amt ist, sagte Dufner: "Wir sind von der Lösung Frontzeck komplett überzeugt, haben den Markt gründlich sondiert und uns für einen Trainer entschieden, der eine klare Ansprache hat, die Liga und auch Hannover gut kennt."

Am Samstag empfängt Hannover die TSG 1899 Hoffenheim (ab 15:00 Uhr Im Liveticker), um wichtige Punkte im Abstiegskampf zu sammeln. Frontzeck, der vom Fitnesszustand seiner Mannschaft überzeugt ist, will sich in den kommenden Einheiten einen genauen Matchplan erarbeiten und davor noch einmal geheim trainieren lassen.

Karol Herrmann