1992 erlebte Michael Frontzeck mit Stuttgart seinen größten sportlichen Erfolg, als er in einem Herzschlag-Finale zwischen Frankfurt, Dortmund und dem VfB am letzten Spieltag Deutscher Meister wurde.

Seit 2007 ist der gebürtige Mönchengladbacher Cheftrainer in Bielefeld, schaffte in der vergangenen Saison 2007/08 mit der Arminia den Klassenerhalt. Und auch in die aktuelle Spielzeit hat die Mannschaft einen guten Start hingelegt.

Vor der Partie gegen die Herthaner am Sonnabend sprach herthabsc.de mit Michael Frontzeck über den Saisonauftakt in der Bundesliga, die Entwicklung des Profi-Fußballs und zwei ehemalige Herthaner.

Frage: Herr Frontzeck, der erste Spieltag ist absolviert. Nach zweimaligem Rückstand haben sie gegen Werder Bremen noch ein 2:2-Unentschieden geholt. Sind sie zufrieden mit dem Start?

Michael Frontzeck: Ja, sehr zufrieden. Wenn eine Mannschaft an diesem Spieltag den Sieg verdient gehabt hätte, dann wir. Wenn man aber zweimal zurückliegt, darf man am Ende mit einem Punkt zufrieden sein.

Frage: Der erste Spieltag hat einige überraschende Ergebnisse gebracht. Was erwarten sie von der neuen Bundesligasaison?

Frontzeck: Es war ein sehr guter erster Spieltag auf hohem Niveau, sowohl oben als auch unten. In der Vergangenheit war die Meisterschaft oft nicht sonderlich spannend, wenn die Bayern die Liga dominierten. Die Klubs haben aber aufgeholt und die Liga hat sehr attraktive Aufsteiger bekommen. Es wird eine spannende Saison werden.

Frage: Am Samstag geht es im Olympiastadion gegen Hertha. Die Berliner sind mit einem Sieg in die Saison gestartet. Wie sehen sie ihren nächsten Gegner?

Frontzeck: Der Auftakt gegen Frankfurt war sehr beeindruckend, Hertha hat ein sehr gutes Spiel gemacht, dabei ist die Eintracht keine schlechte Mannschaft. Es ist Hertha sicherlich zugute gekommen, bereits in der UEFA-Pokal-Qualifikation angetreten zu sein. Die Mannschaft spielt gut nach vorn und steht kompakt, es ist interessant zu sehen, wie sie sich entwickelt.

Frage: Was trauen sie den Herthanern in dieser Saison zu?

Frontzeck: Der 5. Platz ist möglich, Berlin ist ein großer Club, an den hohe Erwartungen gestellt werden. Hertha hat mit Dieter Hoeneß einen Top-Mann, den ich aus unserer gemeinsamen Zeit beim VfB Stuttgart noch sehr gut kenne, und mit Lucien Favre einen Trainer, der einen super Job macht.

Das vollständige Interview finden Sie auf der Webseite von Hertha BSC.