Bremen - Seine Teamkollegen waren nach dem Freitagstraining bereits wieder in der Kabine verschwunden, da machte sich Torsten Frings auf den Weg zum nächsten Behandlungstermin ins Weser-Stadion. Es könnte einer der letzten für den Kapitän von Werder Bremen nach dem Abpunktieren eines Blutergusses im Bereich des Hüftknochens gewesen sein.

Denn nachdem sowohl Tim Borowski, als auch Clemens Fritz wieder voll ins Mannschaftstraining eingestiegen sind und Claudio Pizarro auf dem Weg der Besserung ist, hatte nun auch Torsten Frings erfreuliche Nachrichten parat: "Ich mache gute Fortschritte und es wird immer besser", sagte Frings, der am Wochenende bereits Laufeinheiten absolvieren will. "Vielleicht kann ich am Montag wieder auf den Trainingsplatz zurückkehren."

Nur eine Woche Training verpasst

Dürfen Werders Fans also schon auf einen Einsatz ihres Kapitäns am Samstag, 16. Oktober um 15:30 Uhr gegen den SC Freiburg hoffen? "Klar ist das ein Thema. Ich habe auch nur eine Woche Training verpasst. Letztendlich entscheidet das aber natürlich der Trainer." Endgültig "grünes Licht" kann Frings aber erst geben, wenn keine Flüssigkeit mehr in die behandelte Stelle im Hüftbereich nachläuft.

Den Grund für den Eingriff in der vergangenen Woche macht Frings am enggestrickten Terminplan mit Bundesliga, Champions League und DFB-Pokal fest. "Man kann nicht immer alles auskurieren und muss auch mal mit kleinen Beschwerden ins nächste Spiel gehen. Aber aus solchen Kleinigkeiten wird dann irgendwann mal etwas Größeres. Und das war dieses Mal der Fall."

Rückstand für Frings noch nicht uneinholbar

Werders Schwächephase zu Beginn der Saison erklärt Frings mit den vielen Ausfällen der letzten Wochen. "Wir haben in dieser Saison noch nie mit der bestmöglichen Formation spielen können. Ein oder zwei Verletzte kannst du auffangen. Aber wenn gleich vier oder fünf Spieler ausfallen, die eigentlich als Stammspieler vorgesehen waren, kannst du das nicht einfach so kompensieren", macht der Kapitän deutlich, ist aber "davon überzeugt, dass wir die Kurve kriegen."

Auch der große Rückstand auf die Tabellenspitze (derzeit 13 Punkte) treibt dem Mittelfeldmann keine großen Sorgenfalten auf die Stirn. "Wenn jetzt nach und nach alle wiederkommen, können wir den Rückstand aufholen. Der FC Bayern hat die Meisterschaft ja auch noch nicht abgeschrieben, oder?"

Frings ist sich sicher, dass auch die Konkurrenz noch Punkte lassen wird, gönnt dem aktuellen Spitzenreiter Mainz 05 gleichzeitig aber auch den Höhenflug. "Ich kann mir nicht vorstellen, dass Mainz jetzt jedes Spiel gewinnen wird. Auch Dortmund wird noch patzen. Dennoch haben sie sich den derzeitigen Hype, der um sie herum gemacht wird, verdient."