Bundestrainer Joachim Löw hat Torsten Frings in einem Vier-Augen-Gespräch am Dienstag (4. November) in Berlin verdeutlicht, dass er das zuletzt gezeigte Verhalten des 31 Jahre alten Mittelfeldspielers nicht duldet.

Nach den Äußerungen von Frings, der direkt nach den WM-Qualifikationsspielen gegen Russland und Wales seine Enttäuschung darüber zum Ausdruck gebracht hatte, dass er in beiden Begegnungen nicht in der Anfangsformation stand, erörterte der Bundestrainer mit dem Nationalspieler erneut dessen sportliche Perspektiven auf dem Weg zur WM 2010 in Südafrika.

Löw: "Torsten muss sich dem Konkurrenzkampf stellen"

Löw äußerte nach der Aussprache mit Frings in Berlin: "Wie schon im Oktober in Düsseldorf vor den Spielen gegen Russland und Wales habe ich Torsten in einem offenen und fairen Gespräch deutlich gemacht, dass er für die Nationalmannschaft ein wichtiger Mann sein kann, sich aber dem Konkurrenzkampf im Mittelfeld stellen muss. Er hat dies akzeptiert und sich bei mir entschuldigt."

Frings stellt nach der Unterredung mit Löw fest: "Es ist für mich ganz klar, dass ich keine Sonderrechte auf Grund der Erfolge und Leistungen in der Vergangenheit beanspruche. Ich kann nur noch einmal wiederholen, dass ich nach den beiden letzten WM-Qualifikationsspielen sehr enttäuscht war, weil ich nur einmal kurz zum Einsatz gekommen bin. Das war für mich eine neue, schwer zu verarbeitende Situation und in der ersten Reaktion habe ich deshalb das eine oder andere Wort benutzt, das ich heute bedaure."

"Ich werde mich dem Konkurrenzkampf in der Nationalmannschaft stellen, erwarte keine Garantien und möchte mit Leistung überzeugen. Für mein Land zu spielen, ist für mich weiterhin etwas Außergewöhnliches. Ich werde meine Chance suchen und alles dafür geben, dass wir uns für die WM 2010 in Südafrika qualifizieren und dort ein gutes Turnier spielen", so der Bremer weiter.