Bremen - Werders ehemaliger Kapitän Torsten Frings wird am Samstag vor dem Heimspiel gegen den 1. FC Köln offiziell verabschiedet. Die Geschäftsführung der Grün-Weißen ehrt den 34-Jährigen direkt vor dem Anpfiff der Partie für seine großen sportlichen Verdienste. "Wir wollen ihm diesen Rahmen vor ausverkauftem Haus geben. Wir werden Torsten auf dem Spielfeld verabschieden - mit der gesamten Mannschaft im Rücken, in der er so lange gespielt hat", sagte Werders Vorsitzender der Geschäftsführung, Klaus Allofs.

Frings konnte am Ende der Saison nicht offiziell verabschiedet werden, weil nach der Entscheidung über die Trennung vom Routinier kein Heimspiel mehr anstand. Das letzte Mal trug Torsten Frings beim Testspiel gegen den SV Wilhelmshaven das Werder-Trikot. In der 43. Minute verließ er dort unter tosendem Applaus den Platz. Unvergessen: Sein letztes Trikot schenkte er Cheftrainer Thomas Schaaf.

Klaus Allofs nutzte die Presskonferenz am Donnerstag um erste Details zur kommenden Zusammenarbeit mit Torsten Frings bekannt zu geben. "Es gab wie angekündigt ein gutes Gespräch mit Torsten", so Allofs, der verriet, dass "Lutscher" sich in den kommenden Wochen bei der U 19-Mannschaft der Grün-Weißen unter Trainer Mirko Votava fithalten wird und gleichzeitig ein Trainerpraktikum absolviert. "Das ist die beste Lösung für alle Seiten. Es war der Wunsch von Torsten, dass er nicht täglich bei uns mittrainieren muss. Die Einzelheiten wird Torsten mit Mirko Votava absprechen. Gleichzeitig könnte das ein Vorgriff auf die Phase nach seiner Zeit in Toronto sein. Er hätte bei uns dann die Möglichkeit, den Trainerberuf von der Pike auf zu lernen."

In dem Gespräch zwischen Mirko Votava und Torsten Frings, das am Donnerstagnachmittag umgehend stattfand, wurde vereinbart, dass der Vize-Weltmeister der WM 2002 bereits am Freitagabend erstmals bei den Junioren mit auf dem Platz stehen wird. Votava freut sich über die prominente Unterstützung: "Das ist für Torsten und für unsere Talente eine perfekte Lösung. Unsere Jungs können sich bei ihm Vieles abschauen, und Torsten bekommt eine sehr gute Möglichkeit in den Beruf reinzuschnuppern", so der frühere Werder-Dauerbrenner, der Frings nicht als Interims-Co-Trainer sieht. Laut Votava wurde eine lockere Zusammenarbeit vereinbart. "Wir sprechen die gemeinsamen Trainingszeiten individuell ab. Er wird sicher nicht an jeder Übungseinheit teilnehmen und auch nicht bei unseren Spielen auf der Bank sitzen. Er wird eine beobachtende Rolle einnehmen."