Wolfsburg - Eigentlich hatte Arne Friedrich schon am Dienstag (10. August) wieder komplett ins Training einsteigen wollen. Als er dann doch nur ein paar Runden drehte und sich anschließend in die Hände von Reha-Trainer Wolfhard Savoy begab, hatte es beinahe den Anschein, als könnte es mit seinem Pflichtspieldebüt am kommenden Sonntag nichts werden.

Nach der Einheit aber klärte Friedrich sofort auf: "Das war nur ein Belastungstest, und er ist so weit gut verlaufen. Es ist alles in Ordnung. Mir geht es gut, und ich hoffe, dass ich in Münster dabei bin." In Sachen Fitness sei er selbstverständlich noch nicht bei hundert Prozent, räumte der Nationalspieler ein. "Aber das ist ja völlig normal, da ich erst vor kurzem mit dem Training angefangen habe. Noch bin ich nicht ganz dort, wo ich hin will. Aber wichtig ist erst mal, dass ich keine Probleme mehr habe", so Friedrich. "Alles andere kommt dann von allein."

Warnung vor Pokalgegner Münster

Sein Eindruck von der Mannschaft habe sich nach gut einer Woche übrigens vollauf bestätigt. Er sei bestens aufgenommen worden und fühle sich bislang in Wolfsburg rundum wohl. "Aber nicht nur menschlich klappt es hervorragend. Wir haben hier auch ein sehr gutes Team und sind alles in allem hervorragend aufgestellt. Ich bin davon überzeugt, dass wir mit dieser Truppe alle Chancen haben, oben mitzuspielen", so Friedrich.

In Münster nun gelte es, sich als Mannschaft ein erstes Mal zu bewähren. "Das ist allerdings weit mehr als nur ein Test", war es dem Innenverteidiger wichtig zu betonen. Aus gutem Grund: Arne Friedrich war vor einem Jahr dabei, als Preußen Münster in der ersten Pokalrunde Hertha BSC empfing und erst kurz vor Ende der Verlängerung bezwungen werden konnte. "Da haben wir uns damals ganz schön durchgequält", erinnert er sich. "Deshalb müssen wir von Anfang an hochkonzentriert sein."