Mannheim - Der SC Freiburg ist mit einem Titel ins neue Jahr gestartet. In der Mannheimer SAP-Arena holte sich das Team von Cheftrainer Robin Dutt den Harder13-Cup durch einen 5:1-Sieg im Finale gegen den 1. FC Kaiserslautern.

Dabei war der Auftakt noch ziemlich schief gegangen. Auf dem Mannheimer Synthetikrasen offenbarte der SC zu Beginn größere Anpassungsprobleme und verlor gegen den späteren Finalgegner 1. FC Kaiserslautern mit 1:4 (0:3). Hoffer, Walch und Nemec schossen dem FCK, der mit einem 3:3 gegen den Karlsruher SC ins Turnier gestartet war, flugs einen 3:0-Vorsprung heraus.

Durchwachsene Vorrunde

Zur zweiten Hälfte hatte sich der Sport-Club gesammelt, Mensur Mujdza, Stefan Reisinger, Zvonko Pamic und Max Nicu vergaben gute Chancen, bevor dann Anton Putsila Lautern-Keeper Marco Knaller zum 1:3 überwand. Vier Minuten waren da noch auf der Uhr, aber als Reisinger und Nicu in den letzten 60 Sekunden bei einer Doppelchance den Anschlusstreffer verpassten und Danny Fuchs im Gegenzug zum 4:1 traf, war das Spiel entschieden.

Siegen oder Fliegen, hieß es also für den SC im zweiten Gruppenspiel gegen den Zweitligisten Karlsruher SC, dem bereits ein Remis genügte, um dem 1. FC Kaiserslautern ins Halbfinale zu folgen. Aber das Team von Cheftrainer Robin Dutt entschied sich dann doch dafür, noch ein bisschen im Turnier zu verweilen - und bezwang den badischen Rivalen mit 3:1 (3:1).

Ex-SC-Profi Alexander Iashvili brachte den KSC in Führung, doch dann drehte der SC auf und noch vor der Pause das Spiel: Jonathan Schmid, den Dutt aus dem SC-II-Kader für die Halle nominiert hatte, bugsierte den Ball zum Ausgleich über die Linie, nachdem Julian Schuster an der Bande gescheitert war; das 2:1 war quasi eine Kopie des 1:1, diesmal erreichte ein Schuss des starken Mensur Mujdza Yacine Abdessadki, der ins leere Tor traf; und auch das 3:1 bereitete Mujdza vor, Zvonko Pamic wuchtete den schnell ausgeführten Freistoß ins KSC-Tor. Dabei blieb es und Freiburg stand im Halbfinale.

Final-Revanche gegen Kaiserslautern

Dort wartete der Gastgeber und Titelverteidiger, Oberligist Waldhof Mannheim, das sich mit Vorrundensiegen gegen die Bundesligisten TSG Hoffenheim und FSV Mainz 05 in die Vorschlussrunde katapultiert hatte - vom SC nun allerdings hochkant aus dem eigenen Turnier befördert wurde. Die Freiburger siegten mit 6:3 (3:2). Höfler, zwei Mal Schmid, Nicu, Abdessadki und Putsila lieferten dabei die Treffer.

Im Finale, in das zuvor schon der 1. FC Kaiserslautern durch ein 4:3 (2:0) gegen Mainz 05 eingezogen war, gelang dem SC die Revanche für das 1:4 in der Vorrunde eindrucksvoll: Mit 5:1 (1:0) sicherte sich Freiburg gegen die Pfälzer den Turniersieg beim Harder13-Cup 2011. Nicolas Höfler schaffte wie schon im Halbfinale das 1:0, Putsila erhöhte auf 2:0. Und anschließend machten dann Schmid, Mujdza und kurz vor Schluss Reisinger den Kantersieg und den Titelgewinn perfekt.

Ergebnisse des Harder13-Cup 2011:

Gruppe A: Karlsruher SC - 1. FC Kaiserslautern 3:3 (2:1)
Gruppe B: SV Waldhof Mannheim - TSG 1899 Hoffenheim 2:1 (2:0)
Gruppe A: 1. FC Kaiserslautern - SC Freiburg 4:1 (3:0)
Gruppe B: TSG 1899 Hoffenheim - 1. FSV Mainz 05 0:6 (0:0)
Gruppe A: SC Freiburg - Karlsruher SC 3:1 (3:1)
Gruppe B: 1. FSV Mainz 05 - SV Waldhof Mannheim 1:2 (0:0)

Halbfinals:

1. FC Kaiserslautern - 1. FSV Mainz 05 4:3 (2:0)
SV Waldhof Mannheim - SC Freiburg 3:6 (2:3)

Spiel um Platz 3:

1. FSV Mainz 05 - SV Waldhof Mannheim 3:0 (2:0)

Finale:
1. FC Kaiserslautern - SC Freiburg 1:5 (0:1)