München - Genau 444 Mal hat es geklingelt. Stürmertore und Fouls sind out, im Mittelfeld spielt die Musik. Trainer-Platzverweise, Kopfballtore und Handelfmeter haben Hochkonjunktur, genauso wie deutsche Torschützen.

bundesliga.de präsentiert alle Besonderheiten der Hinrundendaten - im zweiten Teil geht es um die Keeper, um Standards, Abseits und die Trainer...

Deutschland, Torwartland

- Starke Keeper: Nur 13 Tore nach schweren Torwartfehlern sind zu diesem Zeitpunkt die wenigsten seit Beginn der Datenerfassung.

- Mit Neuer, Adler, Giefer, Trapp, Ulreich, ter Stegen, Zieler und etlichen weiteren gibt es überzeugende deutsche Torhüter im Übermaß, viele davon sind zudem noch jung.

Fair geht vor

- Seit Beginn der Datenerfassung gab es in der Hinrunde nie zuvor so wenige Fouls wie in dieser Saison (4.677). Auch die Anzahl der Grätschenfouls hat einen historischen Tiefstand (321).

- Die Anzahl der Platzverweise blieb im Vergleich zur letzten Spielzeit in etwa gleich - es gab allerdings deutlich weniger Rote Karten (nur 18 - 11/12: 27) und dafür relativ viele Ampelkarten (21 - 11/12: 13).

Niemals Abseits, Schiri!

- Nur 893 Abseitsstellungen in einer Hinrunde sind der geringste Wert der letzten 20 Jahre (02/03 waren es nach 17 Spieltagen über 300 mehr).

- Erfreulich für die Fans: So wird der Spielfluss selten unterbrochen.

Schlitzohren wie Arango

- In der Hinrunde gab es bereits 13 direkt verwandelte Freistöße - zum selben Zeitpunkt der letzten Spielzeit waren es nur sieben (in der kompletten Saison 11/12 nur 14).

- Nach einem indirekten Freistoß wurde in dieser Saison dagegen erst ein einziges Mal getroffen.

Schmelle, sing uns ein Lied...

- Fast jeder Regel-Streit der Hinrunde entbrannte um die Frage "Hand oder nicht?". Die Schiedsrichter legen Handspiele in dieser Saison anders aus.

- Insgesamt wurden in dieser Spielzeit bereits zwölf Handelfmeter gepfiffen - in der kompletten letzten Saison verhängten die Schiedsrichter nur sieben Strafstöße nach Handspielen.

- Statt im Schnitt an jedem vierten Spieltag gab es fast an jedem Spieltag einen Handelfmeter.

Und Stevens macht drei

- Wie auch in den letzten beiden Spielzeiten haben 16 der 18 Bundesliga-Vereine die Hinrunde mit einem Trainer durchgezogen.

- Trainerwechsel gab es während der Hinrunde nur beim VfL Wolfsburg (nach dem 8. Spieltag Lorenz-Günther Köstner für Felix Magath) und bei 1899 Hoffenheim (nach dem 15. Spieltag Frank Kramer für Markus Babbel).

- Doch wie in der letzten Saison erwischte es mit Huub Stevens bei S04 noch einen Trainer nur einen Tag nach dem 17. Spieltag - 11/12 ereilte das gleiche Schicksal Markus Babbel bei der Hertha (zudem wurde in der Winterpause noch Marcus Sorg beim SC Freiburg am 29. Dezember 2011 entlassen).

Die pure Unschuld

- In der Hinrunde wurden fünf Trainer während der Spiele von den Schiedsrichtern auf die Tribüne geschickt: Thorsten Fink (3. Spieltag), Jürgen Klopp (5. Spieltag), Markus Babbel (6. Spieltag), Lucien Favre (10. Spieltag) und Markus Weinzierl (17. Spieltag).

- Vor zehn Jahren waren nach 17 Spieltagen zuletzt so viele Trainer von ihrer Bank verbannt worden (damals sogar acht).

- Die Kritik von Lutz Michael Fröhlich (Leiter der Abteilung Schiedsrichter beim DFB) an Jürgen Klopp basiert auf Fakten: "Kloppo" ist in seiner fast zwölfjährigen Trainerkarriere insgesamt sechs Mal auf die Tribüne geschickt worden (jeweils drei Mal in der Bundesliga und in der 2. Liga) - so oft wie kein anderer aktueller Bundesliga- oder Zweitligatrainer!