Düsseldorf - Wenn das Team von Chefcoach Norbert Meier die Länderspielpause nutzt und am 9. Oktober ab 18 Uhr ein Spiel in Jülich gegen den SC Borussia Freialdenhoven bestreitet, dann wird dies bei den Treuesten der Treuen Erinnerungen an vier Partien zwischen 2002 und 2004 wachrufen. An die Zeit nämlich, als die Rot-Weißen in der Viertklassigkeit angelangt waren. Nun gibt es eine Neuauflage - für den guten Zweck.

Viel ist passiert in den vergangenen acht Jahren und so sind die Landeshauptstädter nunmehr wieder erstklassig, während die (immer noch) von Ex-Profi Winnie Hannes trainierten Aldenhovener nunmehr in Liga 5 angesiedelt sind.

Für den guten Zweck



Nutznießer der Begegnung soll der SC Jülich 1910 sein, der nach Insolvenz seit wenigen Wochen schuldenfrei ist und wieder an alte Zeiten anknüpfen möchte. Die Schwarz-Weißen waren ab Ende der 1960er eine große Nummer im deutschen Amateurfußball und konnten drei Mal hintereinander den Meisterschaftstitel erringen. Lange Zeit waren die "Zehner" überdies in der 3. Liga beheimatet und nahmen sogar an den Aufstiegsspielen zur 2. Bundesliga teil. Dann folgte der brutale Absturz bis in die Kreisliga C. In der Herzogstadt blickt man mit einem engagierten Team Ehrenamtlicher der Zukunft realistisch, aber zugleich mit Optimismus entgegen.

Michael Lingnau, 1. Vorsitzender der "Zehner": "Wir sind stolz und fühlen uns geehrt, dass Fortuna Düsseldorf dieses Gastspiel in Jülich absolvieren wird und damit den erfolgreichen Leistungen unseres Vereins in den letzten Jahren, aus Ruinen wieder aufzusteigen, deutliche Anerkennung zollt." Der Verein habe nunmehr die Chance, sich wieder freizuschwimmen. "Die Bezirksliga ist unser nächstes und aus unserer Sicht umsetzbares Ziel."