Kämpferisch: Valon Berisha und Rouwen Hennings von Fortuna Düsseldorf - © LEON KUEGELER/POOL/AFP via Getty Images
Kämpferisch: Valon Berisha und Rouwen Hennings von Fortuna Düsseldorf - © LEON KUEGELER/POOL/AFP via Getty Images
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Fortuna Düsseldorf vor Abstiegsfinale: "Wir müssen besser spielen"

Die Fortuna hat ihr Schicksal vor dem Saisonfinale in der Bundesliga selbst in der Hand. Nach dem Remis gegen Augsburg wollen sich die Rheinländer verbessern.

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Uwe Rösler sucht gerne das Positive, selbst nach den bittersten Rückschlägen. Das mittlerweile neunte Remis unter seiner Regie trieb jedoch auch dem Trainer von Fortuna Düsseldorf tiefe Sorgenfalten auf die Stirn - ausgerechnet vor dem Showdown im Abstiegskampf der Bundesliga zeigten die Rheinländer eine ihrer schwächeren Saisonleistungen.

"Wir sind nicht zufrieden. Wir können besser spielen, wir müssen besser spielen", forderte Rösler nach dem 1:1 (1:1) gegen den FC Augsburg. Zu wenig "Mut", keine "Struktur" und fehlende "geistige und physische Frische" notierte der Coach auf seiner Mängelliste, die nach der kräftezehrenden Englischen Woche erschreckend lang war.

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Immerhin hat Fortuna ihr Schicksal weiter in der eigenen Hand. Nach der Niederlage von Werder Bremen beim 1. FSV Mainz 05 (1:3) gehen die Düsseldorfer mit zwei Punkten und vier Toren Vorsprung auf die taumelnden Hanseaten in den letzten Spieltag bei Union Berlin. Die Ausgangslage ist klar: Gewinnt das Rösler-Team am kommenden Samstag (15.30 Uhr/Sky) an der Alten Försterei, kämpft es in der Relegation gegen den Dritten der 2. Bundesliga um den Klassenerhalt.

Die direkte Rettung ist nicht mehr möglich. "Vielleicht", vermutete der Düsseldorfer Torschütze Rouwen Hennings im ZDF, "hat das auch etwas Positives. Wir müssen nicht herunter- und dann wieder hochfahren." Das war zugegeben höchst spekulativ, zumal ja auch noch der direkte Abstieg droht. Ein Sieg gegen den nun endgültig geretteten FCA hätte aufgrund der Bremer Pleite diesbezüglich Klarheit besorgt.

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Die Fortuna verpasste jedoch diese Chance. Sie bewies nach einem nicht gegebenen Hennings-Tor (6.) und dem frühen Gegentreffer des starken Florian Niederlechner (10.) zwar einmal ihre Comeback-Qualitäten. Doch allein Hennings' strammer Linksschuss zum Ausgleich (25.) stimmte beim Traditionsklub niemanden zufrieden. "Heute war nicht mehr drin, so ungern ich das sage", analysierte Kaan Ayhan bei Sky.

Unzufrieden: Fortuna-Coach Uwe Rösler - Sascha Steinbach/Pool/Getty Images

Der Abwehrchef zählte zu mehreren Leistungsträgern, die drei Tage nach dem moralisch wertvollen Remis bei RB Leipzig (2:2) nicht an ihre Normalform herankamen. "Eigentlich hätten wir nach dem Punkt in Leipzig heute vor Selbstvertrauen explodieren müssen, aber das war leider nicht der Fall", haderte Ayhan. Auch der frustriert wirkende Rösler rätselte, für ihn war das Duell mit Augsburg vielleicht das eine Spiel zu viel, "one game too many", sagte der ehemalige Profi von Manchester City.

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Der Trainer gab seinem Team zwei Tage frei, ab Dienstag bereitet er es auf das erste von möglicherweise drei Endspielen um den Bundesliga-Verbleib vor. Nur ein Sieg ist eine Option. Denn auf Schützenhilfe ausgerechnet vom rheinischen Rivalen 1. FC Köln, der am Samstag parallel bei den Bremern gastiert, will Rösler lieber nicht hoffen. "Selbst ist der Mann. Das war schon immer meine Devise", sagte er schmunzelnd.