München - Sieben Siege in den ersten sieben Spielen - derzeit präsentiert sich der FC Bayern München in bestechender Form ist auf dem besten Wege einen neuen Startrekord aufzustellen. Doch auch im Schatten des Rekordmeisters präsentieren sich derzeit einige Mannschaften in Topform.

Auf Platz 2 der Tabelle steht mit Eintracht Frankfurt die Überraschungsmannschaft der bisherigen Saison. Trotz der ersten Niederlage am vergangenen Wochenende gegen Mönchengladbach hat die Eintracht eine beeindruckende Bilanz aufzuweisen - doch es gibt noch weitere Teams in Form. bundesliga.de nutzt die Länderspielpause, um eine Zwischenbilanz zu ziehen.

FC Bayern München

Der Rekordmeister hat mit sieben Siegen und 21:2 Toren den besten Start der Bundesliga-Historie hingelegt, die Mannschaft bleibt aber am Boden. "Der Rekord interessiert uns nicht", sagt Neuzugang Mario Mandzukic, der Bayerns besten Torschützen der vergangenen Saison, den verletzten Mario Gomez, prächtig ersetzt und mit sechs Treffern die Torschützenliste anführt. Die Vorsicht ist nicht unbegründet, denn drei Mal sind Clubs mit sieben Punkten gestartet, Meister wurde aber jeweils ein anderer Verein: Borussia Dortmund. Die derzeitige Tabellenführung ist aber wohlverdient: Jupp Heynckes' Team hat nicht nur die beste Torbilanz, sondern auch die meisten Torschüsse zu verzeichnen und obendrein die wenigsten Chancen zugelassen.

Eintracht Frankfurt

Erster Verfolger Bayern Münchens bleibt Eintracht Frankfurt, trotz der ersten Saisonniederlage beim 0:2 bei Borussia Mönchengladbach am 7. Spieltag. Der Aufsteiger spielt frech und häufig dominant - selbst gegen Mönchengladbach hatten die Hessen 60 Prozent Ballbesitz und die höhere Abschlusszahl. Außerdem erzielt der Aufsteiger viele Tore aus dem Spiel heraus und hatte bis zum vergangenen Wochenende in jeder Partie mindestens zwei Treffer zu verzeichnen. "Wir haben gezeigt, dass wir mit unserem Stil gut spielen können", sagt Trainer Armin Veh. Auch die Moral der Mannschaft scheint gut: als einziger Club hat Frankfurt drei Mal nach einem 0:1-Rückstand gepunktet (zwei Siege, ein Remis).

FC Schalke 04

Schalke 04 ist mit 14 Punkten und 15:7 Toren so gut gestartet wie seit zwölf Jahren nicht mehr. Wie in den vergangenen Saisons ist der Kopfball Stärke der "Knappen", sechs Mal haben sie nach hohen Bällen bereits getroffen. Nicht immer überzeugend wirkte Schalkes Spiel, aber effektiv. Raul erwähnt in Gelsenkirchen kaum einer mehr, die Vielzahl an offensiven Mittelfeldspielern hat seine Lücke geschlossen – bereits zehn verschiedene Spieler haben getroffen, so viele wie bei keinem anderen Verein. Schalkes Zweikampfstärke (53 Prozent, bester Wert der Bundesliga) könnte am kommenden Spieltag beim Ruhrgebiets-Klassiker gegen Borussia Dortmund gefragt sein. Bei einem Sieg wäre Schalke fünf Punkte vor dem BVB, der bei einer Niederlage vorbeiziehen würde.

Hannover 96

Nach starkem Start und Siegen in den Nord-Duellen beim VfL Wolfsburg (4:0) und gegen Werder Bremen (3:2) holte Hannover 96 zuletzt nur vier Punkte aus ebenso vielen Spielen. Nichtsdestotrotz hat Mirko Slomkas Mannschaft ihre starken Auftritte der Vorsaison bestätigt, mit gut strukturiertem, effektivem Spiel (jeder sechste Torschuss war erfolgreich). Den Top-Clubs Schalke 04 und zuletzt Borussia Dortmund haben die Niedersachsen im heimischen Stadion, wo sie saisonübergreifend seit 22 Partien ungeschlagen sind, nach Rückständen je einen Punkt abgetrotzt. Besonders über die Außen ist Hannover stark, traf nach Flanken bereits fünf Mal.

Fortuna Düsseldorf

Trotz 20 Neuzugängen und 13 Abgängen hat sich der Aufsteiger auf Anhieb in der Bundesliga zurecht gefunden, kassierte am 7. Spieltag die erste Niederlage beim späten 0:1 in Mainz - erst zwei Neulinge gelang dies vor Fortuna Düsseldorf und Eintracht Frankfurt in dieser Saison. Neuer Aufsteiger-Rekord sind die fünf gegentorlosen Begegnungen zum Start. "Man hat gemerkt, dass wir eine klare Linie verfolgen und versuchen hinten sicher zu stehen", sagt Düsseldorfs neuer Stürmer Dani Schahin, mit zwei Doppelpacks Fortunas bester Torschütze. Die defensivstarken Rheinländer haben alle drei Treffer aus Standardsituationen hinnehmen müssen. Zuletzt hat Fortunas Formkurve aber leicht nach unten gezeigt.


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