Mönchengladbach/Berlin - Für die einen geht es um die internationalen Fleischtöpfe, für die anderen ums nackte Überleben: Wenn Borussia Mönchengladbach am Samstagabend Hertha BSC empfängt, brauchen beide Teams die Punkte, um ihr Saisonziel nicht zu gefährden (ab 18 Uhr im Live-Ticker/Liga-Radio).

Die "Fohlen" haben erstmals in dieser Saison zwei Spiele in Folge verloren. Daher soll gegen den ehemaligen Arbeitgeber von Lucien Favre mal wieder ein Erfolgserlebnis her.

Marx und Leckie fallen aus



Borussias Trainer warnt allerdings davor, die Gäste auf Grund ihres derzeitigen vorletzten Tabellenrangs zu unterschätzen. "Es wird ein schweres Spiel für uns, in dem wir top-konzentriert sein müssen", sagte der Schweizer. "Die Hertha hat vor zwei Wochen 3:1 in Mainz gewonnen, und auch am vergangenen Wochenende hätten sie beim 1:4 gegen Wolfsburg ein viel besseres Ergebnis erreichen können. Sie hatten unglaubliche Chancen, die sie aber nicht genutzt haben."

Auf zwei Spieler muss Favre definitiv verzichten. Thorben Marx plagen Knieprobleme, eine weitere medizinische Untersuchung wird genauen Aufschluss über seine Verletzung geben. Mathew Leckie hat eine Oberschenkelprellung erlitten und fällt ebenso aus. Bei Oscar Wendt, der sich eine Wadenprellung zuzog, gibt es dagegen noch Hoffnung, dass er im Kader stehen wird.

Hertha mit großen Sorgen



Während die Borussia aber alle Stammspieler an Bord hat, gestaltet sich die personelle Situation bei Hertha BSC schwieriger. Zu Wochenbeginn standen gerade einmal zwölf Profis auf dem Trainingsplatz. Mittlerweile hat sich die Verletztenliste wieder etwas verkürzt, trotzdem sind Roman Hubnik, Christoph Janker und Nikita Rukavytsya fraglich. Vor allem in der Innenverteidigung macht sich die Personalnot bemerkbar, da auch Andre Mijatovic weiter ausfällt.

Und trotzdem wollen die Berliner in Mönchengladbach wichtige Punkte im Abstiegskampf sammeln, zudem man ja auch noch eine Pokal-Rechnung mit den "Fohlen" offen hat. "Ich glaube die Partie und den Ausgang hat jeder der Spieler noch im Kopf", sagte Michael Preetz. Motivation pur für seine Profis, und die geben sich kämpferisch: "Wir haben jetzt noch sechs Endspiele und davon gilt es jedes zu gewinnen", fordert Peter Niemeyer.

Vergessen werden soll das Wolfsburg-Spiel. Nur die Erkenntnis, dass sich die Offensivabteilung eine Vielzahl hochkarätiger Chancen erspielt hat, wollen die Berliner mitnehmen. Gegen kompakt verteidigende Gladbacher werden sie die sich bietenden Möglichkeiten nutzen - so der Plan "Wir müssen unbedingt punkten, da müssen wir am Samstag vor dem Tor eiskalt sein", hofft Keeper Thomas Kraft auf seine Vorderleute.



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