Zwölf Bundesliga-Spieltage der Saison 2009/10 sind inzwischen Geschichte. bundesliga.de blickt daher in die Datenbank und zieht in allen Mannschaftsteilen eine Zwischenbilanz. Im ersten Teil auf dem Präsentierteller: die "Top 5 der Torhüter".

"Er ist der defensivste Spieler seiner Mannschaft, und seine Hauptaufgabe besteht darin, zu verhindern, dass der Ball ins Tor der eigenen Mannschaft gelangt. Daher wird er auch Torhüter genannt." So lautet die Definition aus einem bekannten Online-Lexikon. Deutlich wird, dass der Torhüter also eine besondere Stellung innerhalb seines Teams einnimmt.

Auch wenn zu einem modernen Torwartspiel mittlerweile auch Komponenten wie "Spieleröffnung" oder "Ballsicherheit" gehören, ist das Verhindern von Gegentreffern natürlich immer noch äußerst wesentlich.

Tim Wiese (Werder Bremen)

Der Bremer ist nach zwölf Spieltagen mit 82,6 Prozent abgewehrter Schüsse der beste Torhüter der Bundesliga. Wiese kassierte insgesamt nur acht Gegentore und spielte sechs Mal zu Null - kein Keeper öfter. Vor dem Auswärtsspiel in Bochum fehlten ihm noch 23 Minuten, um den vereinsinternen Rekord von Oliver Reck (641 Minuten ohne Gegentor) zu brechen - bis nach 39 Sekunden dann Stanislav Sestak einetzte. Dennoch, Wiese ist ein bärenstarker Rückhalt in einer stabilen Werder-Defensive.

Faryd Mondragon (1. FC Köln)

Der Kolumbianer verpasste bislang keine Minute im FC-Tor und musste in zwölf Spielen nur elf Mal hinter sich greifen. Wie bei Wiese stand auch bei "Mondi" schon starke sechs Mal die Null. Mondragon schafft es immer wieder, die massive Abwehr der "Geißböcke" erfolgreich zu dirigieren. Der 38-Jährige ist zwar manchmal ein Hitzkopf auf dem Platz, in entscheidenden Szenen aber auch dann wieder ein ruhender Pol.

Diego Benaglio (VfL Wolfsburg)

Der Schweizer hatte nach der Meister-Saison im Vorjahr in der Sommerpause 2009 mit einigen Rückschlägen zu kämpfen. Inzwischen ist er mit den "Wölfen" wieder auf dem Vormarsch, er konnte ordentliche 74,1 Prozent der Schüsse auf seinen Kasten parieren. Zwei Liga-Spiele verpasste Benaglio wegen einer Roten Karte, für drei der 20 Gegentreffer des VfL ist er daher nicht verantwortlich.

Hans-Jörg Butt (Bayern München)

Für den Routinier beim Rekordmeister verlief der Saisonstart als Nummer 2 schwierig. Nach vier Spieltagen löste Butt dann aber bereits Michael Rensing im Bayern-Tor wieder ab und kassierte in neun Einsätzen nur sechs Gegentore. Rensing hatte in drei Spielen vier Tore hinnehmen müssen. Der Keeper konnte 79,3 Prozent der Schüsse parieren, und drei Mal stand die Null bei ihm.

Simon Pouplin (SC Freiburg)

Freiburgs Franzose zwischen den Pfosten verpasste die ersten drei Saisonspiele, in denen das Team zehn Gegentore kassierte, wegen einer Schulterverletzung. Seine Rückkehr im Spiel auf Schalke verlief dann nach Maß - der SC siegte mit 1:0. Pouplin hielt auch in Berlin und gegen Mönchengladbach seinen Kasten sauber und parierte insgesamt 67,4 Prozent der gegnerischen Schüsse. Damit ist er absolut einer der Leistungsträger beim ordentlichen Aufsteiger aus dem Breisgau.