Jungstar im Fokus: Florian Neuhaus von Borussia Mönchengladbach - © DFL Deutsche Fußball Liga
Jungstar im Fokus: Florian Neuhaus von Borussia Mönchengladbach - © DFL Deutsche Fußball Liga
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Florian Neuhaus von Borussia Mönchengladbach: Motor der Offensive

Während in der Bundesliga aktuell der Spielbetrieb ruht, richten wir den Fokus auf einen Durchstarter pro Club - hier Florian Neuhaus von Borussia Mönchengladbach. Der 23-Jährige spielt auch in seiner zweiten Saison bei den Fohlen groß auf und wird schon seit einigen Jahren von vielen Beobachtern als eines der vielversprechendsten deutschen Talente geadelt. Dass er den Experten inzwischen regelmäßig mit starken Leistungen auf dem Platz Recht gibt, hängt nicht zuletzt mit seinem neuen Trainer Marco Rose zusammen.

Erst wenige Wochen hatte Florian Neuhaus gemeinsam mit Marco Rose gearbeitet, da ahnte er bereits, dass dieser Trainer ihn noch stärker machen könnte. "Ich glaube, dass mir das System mit vier Mittelfeldspielern zugutekommt", erklärte Neuhaus kurz vor Beginn der Saison auf der Internetseite von Borussia Mönchengladbach. "Und mein Ziel ist es, mehr Verantwortung zu übernehmen, als in der vergangenen Saison."

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Parallelen zu Thomas Müller

Dabei konnte sich auch seine Leistungen in der Saison 2018/19 schon sehen lassen. In seiner ersten Bundesliga-Saison kam der gebürtige Oberbayer auf acht Torvorlagen und drei eigene Treffer. Schon im Jahr 2017 hatte Mönchengladbach Neuhaus vom TSV 1860 München verpflichtet, ihn dann aber zunächst für ein Jahr an den damaligen Zweitligisten Fortuna Düsseldorf ausgeliehen. Dort schlug er sofort ein und hatte maßgeblichen Anteil am Bundesliga-Aufstieg des Clubs.

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Betrachtet man Tore und Vorlagen, liefert Neuhaus bislang sehr konstant gute Spielzeiten ab. Gleichzeitig hat sein Spiel aber auch einen enormen Reifeprozess erlebt. Neuhaus agiert mutiger und zielstrebiger, trifft dabei öfter die richtigen Entscheidungen und ist somit zum Antreiber der wuchtigen Mönchengladbacher Offensive geworden. Seine Laufwege erinnern dabei zuweilen an Thomas Müller, mit dem sich Neuhaus das besondere Gespür für Räume teilt. Auffassungsgabe und Handlungsschnelligkeit sind seine Stärken, was mitunter auch in Traumtoren wie seinem 40-Meter-Lupfer gegen den 1. FSV Mainz 05 mündet.

Florian Neuhaus hat sich bei Borussia Mönchengladbach etabliert - Lukas Schulze/Bundesliga/DFL via Getty Images

Warten auf den Anruf von Joachim Löw

Ansonsten überlässt Neuhaus das Spektakel und die markigen Sprüche jedoch lieber seinen Mitspielern. Er selbst bleibt lieber im Hintergrund. Bodenständig wird er deswegen häufig genannt, Neuhaus selbst nennt es "normal". Welchen Stellenwert er innerhalb des Teams genießt, erfährt man deswegen am besten in den Aussagen seiner Kollegen. So sagte etwa Marcus Thuram Mitte Februar nach dem 4:1-Sieg gegen Düsseldorf: "Wenn ich Bundestrainer wäre, würde ich ihn 100-mal anrufen."

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Aktuell muss sich Neuhaus, der für die U21-Nationalmannschaft inzwischen zu alt ist, in Sachen DFB-Team noch etwas gedulden. Der von Thuram ins Spiel gebrachte Anruf von Bundestrainer Joachim Löw wird freilich nur eine Frage der Zeit sein, wenn Neuhaus bei Borussia Mönchengladbach weiter für Furore sorgt.