München - Bayer Leverkusen blieb zuhause bisher weit unter den eigenen Möglichkeiten. Der Hamburger SV hingegen scheint sich langsam zu erholen und konnte die letzten beiden Auswärtsbegegnungen gewinnen. Die "Werkself" ist also gewarnt vor dem Duell mit den Hanseaten (ab 18 Uhr im Live-Ticker/Liga-Radio).

Bayer-Trainer Robin Dutt möchte unbedingt an den Sieg gegen Freiburg vom letzten Wochenende anknüpfen. Seinen Profis fehlt in dieser Saison noch die Konstanz, die "Werkself" gewann nie mehr als zwei Spiele hintereinander. Besonders die Torausbeute missfällt dem 46-Jährigen. In den ersten elf Bundesliga-Partien erzielten die Rheinländer erst 13 Treffer. "Da müssen unsere Bemühungen besser und auch leichter werden. Im Moment ist noch manchmal ein zu hoher Kraftaufwand in unseren Aktionen zu spüren", sagt Dutt.

"Hamburg ist ein Knackspiel"

Als Beispiel führte er Stefan Kießling an, der sehr viel auf dem Feld unterwegs ist und dem vom Team öfter mal Ruhepausen ermöglicht werden müssen, was sich letztendlich positiv auf den Abschluss des Stürmers auswirken würde. Insgesamt sei die Mannschaft in einer guten Verfassung, obwohl sicherlich die Belastung aus den Champions League-Spielen nicht spurlos an allen Beteiligten vorübergeht
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Für Kießling ist Hamburg ein "Knackspiel" Es gehe darum, den Anschluss nicht zu verlieren. "Wir müssen oben dranbleiben und dürfen auf keinen Fall mit langen Gesichtern in die Länderspielpause gehen", sagt der Bayer-Angreifer. Es bleibt abzuwarten, ob Leverkusen die erfolgreiche 4-4-2 Variante aus dem Wolfsburg-Spiel wählt oder nur mit einer Spitze antritt. Dutt fehlen weiterhin Rene Adler (Reha- und Aufbautraining), Tranquillo Barnetta (Reha- und Aufbautraining), Karim Bellarabi (Muskelfaserriss im Oberschenkel), Michael Ortega (Reha- und Aufbautraining) und Renato Augusto (Reha- und Aufbautraining).

Guerrero soll's richten

Tosten Fink ist mit der Entwicklung des HSV-Teams zufrieden. Sein Team hätte einen "großen Charakter" und für nur einen Punkt kämen die Hamburger nicht extra nach Leverkusen. Für den HSV spricht die Statistik. Die "Rothosen" verloren nur einen ihrer letzten sechs Gastauftritte in Leverkusen. Vergangene Saison trennte man sich 1:1.

Als Erfolgsgarant gilt Paolo Guerrero, der gegen Kaiserslautern seine beste Saisonleistung bot. "Er ist ein Strafraumstürmer, der in der Box seine großen Qualitäten hat. Diese müssen wir versuchen herauszustellen", sagte Fink. Ob nun Heung Min Son oder Marcus Berg neben dem Peruaner spielt, wollte der HSV-Trainer noch nicht verraten. Fest steht, dass Jeffrey Bruma in der Innenverteidigung ausfällt und durch Michael Mancienne ersetzt wird. Bruma erlitt in der Partie beim 1. FC Kaiserslautern einen Muskelfaserriss und fällt die nächsten Wochen aus.

Fink muss auf einige Spieler verzichten. Nicht im Kader sind Slobodan Rajkovic (Rotsperre), Mladen Petric (Muskelfaserriss), Jeffrey Bruma (Muskelfaserriss), Ivo Ilicevic (Aufbautraining), Romeo Castelen (Aufbautraining), Miroslav Stepanek (Aufbautraining) und Tolgay Arslan (Reha nach Knöchel-Op).