Köln - "Manni" Breuckmann hatte wieder einmal recht. Seine FIFA 11-Video-Prognose zum Bundesliga-Duell zwischen dem FC Schalke 04 und dem VfL Wolfsburg traf genau ins Schwarze. Das Radio-Urgestein hatte per Fußballsimulation ein ungefährdetes 1:0 für Schalke vorausgesagt, und genauso endete die Partie in der Veltins-Arena.

Sofern sich Datenbanken und Computer nicht irren, so wird Borussia Dortmund am 14. Mai 2011 die Meisterschale in den Händen halten.

FIFA-Prognosen sehen starken BVB-Endspurt

Die FIFA-Maschinen trauen dem BVB noch 13 von 15 möglichen Punkten zu, so dass die Westfalen mit einem deutlichen Vorsprung auf Bayer Leverkusen ins Ziel kommen.

Doch wen rechnen die Computer auf den wichtigen 3. Platz? Verpasst der FC Bayern etwa die Möglichkeit, sich überhaupt für die Champions League qualifizieren zu können? Technikgläubige Anhänger des deutschen Rekordmeisters dürfen jedenfalls schon jetzt durchatmen: Denn im Zweikampf mit Hannover 96 sehen die Computer den FC Bayern vorne.

Stuttgart in die Relegation

Der Blick ans andere Ende der Tabelle offenbart, dass die Fans vom FC St. Pauli und von Borussia Mönchengladbach keine moralische Unterstützung seitens der Fußballsimulation erwarten dürfen: Beide Traditionsclubs müssen laut FIFA-Prognose in die 2. Bundesliga absteigen.

Im Kampf um den Relegationsplatz sehen die Computer eine Entscheidung am letzten Spieltag vor. Der VfB Stuttgart verliert laut Prognose 1:3 beim FC Bayern und belegt damit den 16. Platz – einen Punkt hinter Eintracht Frankfurt.

Letzte fünf Bundesliga-Spieltage vom Computer simulieren lassen

Doch wie kommen diese Ergebnisse und Hochrechnungen zustande? Bekanntlich verlässt sich die FIFA 11-Prognose nicht allein auf das Fachwissen "Manni" Breuckmanns. Vielmehr werden die eigentlichen Spielsimulationen ausschließlich vom Computer übernommen. Das virtuelle Bundesliga-Spiel wird rein auf der Basis von Informationen aus den FIFA-Datenbanken simuliert.

Auf Basis der Attribute einzelner Spieler, der Stärken der Mannschaften und der aktuellen Form der Akteure haben EA SPORTS und bundesliga.de die restlichen 45 Partien der letzten fünf Bundesliga-Spieltage vom Computer simulieren lassen. In Spielen Computer gegen Computer hat die FIFA 11-Game-Engine alle Ergebnisse und eine Abschlusstabelle ermittelt (siehe Bild oben).

Virtuelles Abbild hat gleiche Fähigkeiten wie der reale Spieler

Ein Team von Fußball-Experten aktualisiert die Datenbanken während der gesamten Saison. Damit können sich Woche für Woche Änderungen an den Stärken einzelner Spieler ergeben. Ist ein Spieler in der Realität gut drauf, wirkt sich das auch auf seine virtuellen Leistungen aus.

Die zahlreichen Attribute, die einem Spieler in der FIFA-Datenbank zugeordnet werden, sorgen dafür, dass das virtuelle Abbild gleiche Fähigkeiten hat wie der reale Spieler. Ein Arjen Robben in FIFA ist also genau so pfeilschnell wie der Holländer auf der Außenbahn des FC Bayern. Dadurch ergeben sich auch realistische Teamstärken, die das Kräfteverhältnis in der Bundesliga widerspiegeln.