Hertha-Trainer Lucien Favre durfte sich zwar über einen Sieg der Berliner gegen den Premier-League-Club Newcastle United freuen. Doch das anschließende Dossier aus der medizinischen Abteilung zu seinem Torhüter Christian Fiedler dürfte dem Schweizer Sorgenfalten auf die Stirn getrieben haben.

Nachdem sich Pal Dardai beim Spiel gegen den FC Nistru Otaci am Knie verletzt hatte und bereits in Berlin zur näheren Untersuchung weilt, hat sich sein Zimmernachbar Christian Fiedler am Freitagabend im Testspiel gegen die "Magpies" ebenfalls am Knie verletzt.

Lädiertes Kreuzband

Nur beim Hertha-Keeper scheint die Blessur noch schlimmer. Bereits in der zehnten Minute kam Fiedler bei einer Ecke unglücklich auf dem Boden auf, verdrehte sich das Knie und musste ausgewechselt werden.

Mit Physiotherapeut Thomas Sennewald fuhr er sofort ins Krankenhaus. Dort wurde zumindest eine Teilruptur des rechten Kreuzbandes festgestellt.

Erstversorgung in Österreich

Am Samstagmorgen um 8:55 Uhr flog Fiedler dann mit Physio David de Mel nach Zürich, wo er von Dr. Christian Schenk aus Schruns/Österreich abgeholt wurde. Der operierte den Hertha-Keeper bereits bei seiner Ellbogenverletzung. Auch das Knie von Lucio wurde von Dr. Schenk operiert.

In seiner Praxis in Schruns wird Fiedlers Knie arthroskopiert. Dabei wird der wirkliche Umfang der Verletzung festgestellt.

Siegtor durch Neuzugang

Beim 1:0-Sieg gegen Newcastle gab es aber trotz der schlechten Nachrichten Erfreuliches zu sehen. Denn obwohl der Hertha letztlich nur ein Treffer gelang, überzeugte die Offensive der Berliner phasenweise .

Vor allem Marko Pantelic verstand es, sich gegen die robusten Kicker des Clubs aus der Premier League durchzusetzen. Im Abschluss fehlte aber das letzte Quäntchen Glück.

Maximilian Nicu, Neuzugang von Zweitligist SV Wehen Wiesbaden, integrierte sich nach seiner späten Einwechslung sehr schnell und köpfte das Siegtor. Am Sonntag haben die Berliner im Spiel gegen Hannover 96 die nächste Chance, am Zusammenspiel zu feilen.