Kaiserslautern - Der 1. FC Kaiserslautern beendet mit dem 3:0 gegen Borussia Mönchengladbach eine Serie von fünf Spielen ohne Sieg und schöpft Selbstvertrauen für die kommenden Wochen.

Mit dem Führungstor in der 71. Minute legte Christian Tiffert den Grundstein für den Erfolg. Es war das erste Tor des Mittelfeldspielers für den FCK.

FCK kann durchatmen

Es war ein großer Moment für Christian Tiffert, als er mit seinem schwächeren linken Fuß den Ball aus 22 Metern zur Führung in den Winkel zirkelte. "Vorher rutscht mir der Ball bei Flanken zehn Mal über den Fuß", übertrieb der Torschütze, "und dann das."

Mit seinem spektakulär erzielten Premieretor für die Pfälzer gelang Tiffert der "Dosenöffner" - wie die Fußballer sagen - für den wichtigen Erfolg. Der eingewechselte Adam Nemec (83.) und Torjäger Srdjan Lakic mit seinem sechsten Saisontor (90.) erzielten die weiteren Treffer für den FCK, der mit nun zehn Punkten erst einmal wieder durchatmen kann.

"Ein Tag wie gemalt"

Glück für die Pfälzer, dass der Gladbacher Angreifer Mohammadou Idrissou in der 50. Minute eine klare Chance zur Führung für die Mannschaft vom Niederrhein vergab. "Hätte er da getroffen, wäre es schwer geworden. Zum Glück sind wir da nicht wieder bestraft worden", sagte Tiffert. So aber wurde das Wochenende für Tiffert und den ganzen Club zu einem Besonderen: Erst der Pokalerfolg gegen Bielefeld (3:0) und dann der Befreiungsschlag in der Bundesliga.

Die Feierlichkeiten zum 90. Geburtstag der Clublegende Fritz Walter am Sonntag wurden so in guter Stimmung begangen. Auch Fritz Walters Nachfolger im Trikot der Nummer 8 hatte etwas zu feiern: Christian Tifferts Tochter feierte am Samstag ihr zweites Wiegenfest. "Immer an ihrem Geburtstag treffe ich, sonst schieße ich ja nicht so viele Tore", sagte der stolze Vater. In der letzten Saison traf Tiffert noch im Trikot des MSV Duisburg gegen Fortuna Düsseldorf am Geburtstag seiner Tochter. Und auch Clubchef Stefan Kuntz hatte am Samstag Geburtstag, er wurde 48. "Ein Tag wie gemalt", sagte Kuntz zufrieden.

Drei Spieler geben Debüt

Nun schöpft der FCK wieder Hoffnung auf den Klassenerhalt. "Man hat gesehen, dass wir keine Selbstzweifel hatten", sagte Tiffert nach dem wichtigen Sieg: "Die Mannschaft hat die Qualität, die Klasse zu halten." Besonders machte diesen Tag auch, dass drei Spieler ihr Ligadebüt beim FCK feierten. Stürmer Ilian Micanski, spielte ebenso zum ersten Mal von Beginn an wie Mittelfeldspieler Pierre de Witt und Innenverteidiger Mathias Abel.

De Witt debütierte nach drei Kreuzbandrissen für den FCK und Abel spielte nach langer Leidenszeit zum ersten Mal nach drei Jahren wieder in der Bundesliga. "Das war heute eine Bestätigung für mich und den ganzen Club für die harte Arbeit, die wir leisten", freute sich Abel.

Aus Kaiserslautern berichtet Tobias Schächter