Herxheim - Um auch in der Länderspielpause im Spielrhythmus zu bleiben trat der 1. FC Kaiserslautern zu einem Testspiel gegen den Drittligisten SV Wehen Wiesbaden an.

Gespielt wurde im Südpfälzischen Herxheim, wohin FCK-Chefcoach Marco Kurz mit dem nahezu kompletten Kader reiste. Bis auf die bei ihren Nationalteams weilenden Spieler blieben nur der angeschlagene Jan Simunek und Rodnei, der geschont wurde, zuhause. Ein Wiedersehen gab es mit den ehemaligen FCK-Spielern Fabian Schönheim, Marcel Ziemer, Steffen Bohl und Danko Boskovic, die nun beim SV Wehen Wiesbaden spielen.

Micanski macht den Anfang

Bei bestem Fußballwetter entwickelte sich eine ansehnliche Partie, in der Marco Kurz vor allem denjenigen Spielern Einsatzzeiten gönnte, die in den vergangenen Spielen nicht zur Anfangsformation gehörten. Es dauerte bis zur 17. Minute, ehe der Bundesligist zu seiner ersten Chance kam, doch nach einem von Alex Bugera kam SVWW-Keeper Gurski gerade noch rechtzeitig vor FCK-Stürmer Ilian Micanski an die Kugel.

Nach 17 Minuten dann die Führung für die "Roten Teufel". Nach schöner Vorarbeit von Adam Nemec vollstreckte Ilian Micanski freistehend eiskalt zum 1:0. Und weiter ging‘s Richtung Tor des SV Wehen Wiesbaden. Zunächst verfehlte ein Freistoß von Bugera nur knapp sein Ziel, dann scheiterte Adam Nemec nach sehenswertem Doppelpass mit Ilian Micanski am Torhüter der Hessen.

Kurz zufrieden

Nach einer halben Stunde kam auch der Drittligist besser ins Spiel und Tobias Sippel im FCK-Gehäuse musste stark gegen SVWW-Stürmer Sailer retten, der frei vor ihm auftauchte (32.). Mitten in die kurze Drangperiode der Wiesbadener fiel dann das 2:0 für den FCK. Ein schöner Konter über die linke Seite, Ilian Micanski spielt Chadli Amri frei, der souverän verwandelt (38.).

Auch nach dem Wechsel waren die Pfälzer das spielbestimmende Team, legten eine konzentrierte Partie ab und gingen nach 65 Minuten mit 3:0 in Front. Torschütze war erneut Ilian Micanski, nach Vorarbeit von Clemens Walch. Der Bulgare zeigte sich in bester Torlaune und traf nach 71. Minuten nur den Pfosten, nachdem er Torhüter Gurski bereits umspielt hatte, der Winkel aber zu spitz war.

Chef-Coach Marco Kurz zeigte sich nach der Partie zufrieden: "Das war sehr ordentlich, wir wollten auch die Spieler im Spielrhythmus halten, die in letzter Zeit nicht zum Einsatz kamen. Diese haben gegen einen starken Gegner eine gute Partie abgeliefert."

1. FC Kaiserslautern - SV Wehen Wiesbaden 3:0 (2:0)

1. FC Kaiserslautern: Sippel - Dick (46. Kirch), Petsos, Abel (62. Amedick), Bugera - Rivic (62. Fuchs), de Wit (79. Tiffert), Schulz, Amri (42. Walch) - Nemec, Micanski (74. Lakic)

SV Wehen Wiesbaden: Gurski (46. Laux) - Neppe (69. Szimayer), Lanzaat (56. Salem), Hübner (46. Döring), Schönheim (46. Jordan) - Menga (59. Alebert), Fießer (46. Wolf), Boskovic (46. Bohl), Mintzel (46. Billick), Sailer (46. Türker), Janjic (46. Ziemer)

Tore: 1:0 Micanski (17.), 2:0 Amri (38.), 3:0 Micanski (65.)