Köln - Zum Abschluss des 18. Spieltags stehen sich der 1. FC Kaiserslautern und der 1. FC Köln gegenüber (So., ab 17 Uhr im Live-Ticker/Liga-Radio). Die "Roten Teufel" könnten mit einem Heimsieg weiter Boden auf den Abstiegskonkurrenten gut machen - doch die Gäste gehen mit frischem Personal in die Rückrunde.

Im Vergleich zum letzten Pflichtspiel des Jahres 2010, dem 2:1-Sieg bei Werder Bremen, muss FCK-Cheftrainer Marco Kurz zwei personelle Umstellungen vornehmen. Christian Tiffert sah an der Weser seine fünfte Gelbe Karte und ist gegen die "Geißböcke" ebenso gesperrt wie Alexander Bugera, der in Bremen mit Gelb-Rot vom Platz gestellt wurde.

Rensing hütet den FC-Kasten

Für Tiffert, der mit zehn Assists in der Hinrunde der beste Vorbereiter der Bundesliga war, wird Pierre de Wit oder Jiri Bilek auflaufen. Linksverteidiger Bugera wird voraussichtlich durch den Dänen Leon Jessen ersetzt.

Der Gegner aus der Domstadt wird im Vergleich zur Vorrunde ebenfalls verändert auftreten. Mit Torwart Michael Rensing, der den in die USA abgewanderten Faryd Mondragon ersetzt, und Christian Eichner (1899 Hoffenheim) werden zwei weitere Neue mit großer Wahrscheinlichkeit in der Startelf stehen. Als dritter Winterzugang kam außerdem Slawomir Peszko von Lech Posen nach Köln.

Zudem hat Lukas Podolski die Kapitänsbinde von Youssef Mohamad übernommen. Der Abwehrspieler flog im Hinspiel schon nach wenigen Sekunden wegen einer Notbremse an Erwin "Jimmy” Hoffer vom Platz und wird nun auch das Rückspiel krankheitsbedingt verpassen. Kevin McKenna, Miso Brecko, Mato Jajalo und Konstantinos Giannoulis liegen ebenfalls flach und können auf dem Betzenberg nicht auflaufen.

"Müssen uns ins Spiel reinbeißen"

Als taktisches Konzept gibt Frank Schaefer eine klare Linie vor: "Wir müssen von der ersten Minute an dagegenhalten. Besonders durch unser eigenes Auftreten müssen wir besonders in Kaiserslautern das Zusammenspiel zwischen der gegnerischen Mannschaft und dem Publikum verhindern und selbst schnell in unser Spiel finden. Es ist ein Startspiel und die Mannschaft muss von Minute zu Minute versuchen, sich in das Spiel reinzubeißen", so der Chef-Trainer, der auch bereits in den zwei Testspielen im Trainingslager "gute Ansätze" gesehen hat und zuversichtlich und optimistisch in die Partie geht.

Lauterns Co-Trainer Roger Lutz, der den grippekranken Chefcoach Marco Kurz bei der Pressekonferenz vertrat, warnt vor dem Gegner: "Mit Podolski und Novakovic haben die Kölner zwei gute Offensivspieler, die immer gefährlich werden können. Aber wir sind selbstbewusst und werden genauso spritzig wie in der Hinrunde auftreten", erklärte Lutz.

Spiele gegen den Rivalen vom Rhein sind den FCK-Fans grundsätzlich in guter Erinnerung. Neben dem Sieg beim Bundesliga-Comeback ist natürlich der 3:0-Erfolg vom 18. Mai 2008 unvergessen, als die "Roten Teufel" den Abstieg in die 3. Liga gerade noch abwenden konnten. Überhaupt haben die Lauterer gegen kaum einen anderen Gegner in den letzten Jahren eine bessere Bilanz.