München - In der Liga bewegen sich die Bayern mit großen Schritten auf die nächste Meisterschaft zu. Neben der Schale steht jedoch auch die Verteidigung des Champions-League-Titels auf der Agenda. Dazu muss der FCB den FC Arsenal im kommenden Champions-League-Achtelfinale (Mittwoch ab 20:30 Uhr im Live-Ticker) aus dem Weg räumen. Kamen sie im letzten Jahr noch mit einem blauen Auge gegen die Londoner davon, soll dieses Mal ein etwas entspannterer Gang in die nächste Runde her. Auf und neben dem Platz.

"Man hat gesehen, was passiert, wenn man sie ins Spiel kommen lässt", sagt Jerome Boateng und spricht damit die 0:2-Rückspielpleite aus dem letzten Jahr gegen die Gunners an. Mit ein bisschen Glück konnte sich der Rekordmeister dennoch durchsetzen, wo die Reise in der Königsklasse endete -  ist bekannt.

Özil macht den Unterschied zum letzten Jahr

Basis für den Viertelfinaleinzug gegen den aktuellen Tabellenzweiten der Premier-League war der 3:1-Auswärtssieg im Hinspiel. Ginge es nach Philipp Lahm, darf sich das gerne wiederholen: "Ein entspannter Sieg wäre natürlich optimal. Wir fahren selbstbewusst dorthin und wollen gewinnen."Das letzte Duell gegen die Londoner ist trotzdem noch präsent. "Natürlich sind wir gewarnt, auch im Hinblick auf die Heimniederlage damals. Trotzdem werden wir sicher nicht auf 0:0 spielen."

Nicht im Kader der Londoner stand damals Superstar Mesut Özil. Im Vergleich zum letzten Jahr hat er den Londonern einen deutlichen Qualitätsschub verpasst, findet Boateng: "Sie sind besser als letztes Jahr. Mesut ist ihr Schlüsselspieler." Arsenals Mittelfeldakteur in die Manndeckung zu nehmen, ist nicht das Erfolgsrezept, sagt Lahm: "Man schaltet Arsenal nicht einfach aus, wenn man Özil aus dem Spiel nimmt. Dafür haben sie zu viel Qualität". So gut die Offensive, so schwach ist die Defensive bei den Gunners. Das ist auch dem Kapitän nicht entgangen: "Hinten sind sie sehr anfällig, vor allem gegen Topteams."

Boateng: "Wir müssen ans Limit gehen"

Qualität haben die Bayern hinten wie vorne - vielleicht sogar noch ein bisschen mehr als in der Vorsaion. So wiegt der "Ausfall von Franck Ribery nicht so schwer", findet Boateng. Mit Mario Götze und Thiago Alcantara hat sich der FCB in der Breite entscheidend verstärkt. Somit geht der Rekordmeister als Favorit in die Partie. Die Marschroute ist klar.

"Unser Ziel ist es, das Spiel von Anfang zu kontrollieren", sagt Lahm. Nicht nur auf, sondern auch neben dem Platz wollen die Bayern stets Herr der Lage sein. So verlegte der Ligaprimus kurzerhand das Abschlusstraining auf die heimische Trainingsanlage, um möglichen Verkehrsproblemen in der britischen Metropole aus dem Weg zu gehen. Zu entspannt will man die Aufgabe jedoch auch nicht angehen, im Gegenteil. "Wir müssen von Anfang an hellwach sein und ans Limit gehen", stellt Boateng klar.

Vom FC Bayern berichtet Yannik Schmidt