München - Am 10.Spieltag ist der der FC Bayern München einmal mehr auf Rekordkurs: Coach Pep Guardiola kann mit einem Sieg am Samstagnachmittag gegen Hertha BSC den vereinsinternen Startrekord von zehn ungeschlagenen Spielen in Folge, aufgestellt vom ehemaligen Bayern-Trainer Branko Zebec, einstellen. Bayer 04 Leverkusen ist dagegen zwar nicht ungeschlagen, jedoch neben Borussia Dortmund, das auf Rivale Schalke 04 trifft, (zur Derby-Vorschau), der härteste Verfolger des FCB.

Das soll nach dem Geschmack der Werkself auch so bleiben, daheim gegen den FC Augsburg sind drei Punkte fest eingeplant. Hannover 96 hat ähnliches vor. Die Norddeutschen dürfen gegen 1899 Hoffenheim auf heimischen Geläuf ran, fühlen sich dort bekanntlich am wohlsten. Außerdem will Mainz 05, nach zuletzt sechs sieglosen Partien, endlich wieder dreifach punkten. Dazu braucht es einen Dreier gegen Aufsteiger Eintracht Braunschweig (ab 15 Uhr im Live-Ticker). bundesliga.de blickt auf diese Partien voraus:

Bayern steht da, wo es sich selbst am liebsten sieht: auf Platz 1. Damit das auch so bleibt, will der ungeschlagene Ligaprimus das sechste Heimspiel der Saison gegen Hertha BSC gewinnen. Ein Torfestival, wie unter der Woche in der Königsklasse gegen Viktoria Pilsen, erwartet Coach Pep Guardiola aber nicht. "Hertha ist sehr aggressiv gegen den Ball", hat zudem "sehr, sehr schnelle Spieler", so der Coach. Dennoch geht der Rekordmeister mit großem Selbstbewusstsein in die Partie - hat der FCB doch einen echten Lauf. Mittelfeldspieler Mario Götze dürfte dabei eine große Rolle spielen, überzeugte durch gute Leistungen in den letzten Spielen. Ob es für einen Startelf-Einsatz reichen wird, wollte Coach Guardiola noch nicht verraten, aber stellt klar: "Er kann 90 Minuten spielen". Sicher nicht im Kader sind die kürzlich verletzten Claudio Pizarro (Muskelbündelriss) und Dante (Risswunde).

Die Berliner können dagegen aus einer weitestgehend gesunden Truppe schöpfen. Personell gibt es keinen Grund zur Sorge, nur die Langzeitverletzten Alexander Baumjohann und Sandro Wagner fallen aus. Eine fitte Mannschaft ist jedoch noch lange kein Indiz dafür, beim Tabellenersten zu bestehen - Coach Jos Luhukay rechnet sich nur wenig aus: "Es wäre schon ein Wunder, wenn wir gegen die Bayern überhaupt etwas mitnehmen würden." Ging es nach Abwehrspieler Sebastian Langkamp, dürfte in der Defensive das Personal sogar aufgestockt werden: "Am besten laufen wir mit drei Torhütern auf." Mauern will die Hertha jedoch nicht. "Wir müssen auch mit Entschlossenheit nach vorne spielen", fordert Luhukay. Der Ex-Bayern-Torwart und jetzige Hertha-Schlussmann Thomas Kraft drückte sich in dieser Hinsicht noch etwas klarer aus: "Wir sollten da nicht hinfahren und die Hosen voll haben".



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22 von 27 möglichen Punkten holte Leverkusen aus den letzten neun Partien - Bayer 04 ist voll in der Spur. Gegen Augsburg soll nun der nächste Dreier folgen, dafür fordert Coach Sami Hyypiä vollen Einsatz und schöpft aus seiner Profi-Erfahrung: "Wir müssen die Konzentration weiter hoch halten, und als ehemaliger Spieler weiß ich, dass es gerade nach Champions League-Spielen oft schwieriger ist, wieder die richtige Einstellung zu finden", sagte der Teamchef . Unter der Woche hat sich Werkself mit einem 4:0-Kantersieg in der Königsklasse richtig warm geschossen. Doppeltorschütze Stefan Kießling und Emir Spahic gingen angeschlagen aus der Partie - beide sind jedoch für das Augsburg-Spiel fit. Dagegen werden Levin Öztunali und Stefan Reinartz noch keine Option sein. Ein Einsatz von Lars Bender, wollte Hyypiä nicht ausschließen, aber "bei Lars müssen wir vorsichtig sein. Das Spiel kommt vielleicht noch zu früh", so der Coach. Ansonsten könnte Emre Can Reinartz ersetzen.

Gerade richtig kommt die Partie für den FCA, um nach der schmerzhaften 1:2-Heimpleite gegen den VfL Wolfsburg eine Trotzreaktion hervorzurufen. Coach Markus Weinzierl gibt sich optimistisch: "Das wird eine schwere Aufgabe, aber wir wollen punkten und es endlich mal wieder selbst belohnen". Dabei schaut der Coach gerne zurück, auch wenn es für Gästeteams in der BayArena zuletzt nur wenig zu holen gab. "Die Leistungen in den vergangenen Wochen machen uns Mut." Personell müssen die Augsburger auf die gesperrten Matthias Ostrzolek und Kapitän Paul Verhaegh verzichten, die sich im Spiel gegen Wolfsburg jeweils die fünfte Gelbe Karte eingehandelt hatten. Aufgrund von muskulären Problemen stehen zudem hinter den Einsätzen des Abwehrspielers Ragnar Klavan und Leverkusens Leihgabe Arkadiusz Milik noch ein Fragezeichen.



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Zuhause fühlt sich 96 am wohlsten, holte bisher seine insgesamt 13 Punkte ausschließlich auf heimischen Geläuf. Beim nächsten Versuch kann Coach Mirko Slomka dabei wieder auf Torjäger Mame Diouf zählen. Der Senegalese kehrt nach überstandenem Muskelfaserriss wieder in die Starformation zurück. In den Defensive gibt es ebenfalls Personalzuwachs: Steven Cherundolo ist wieder fit und kehrt in den Kader zurück. Linksverteidiger Christian Pander wird dagegen weiterhin ausfallen. Die Niedersachsen wollen nun ihre Heimserie von vier Siegen aus fünf Heimspielen weiter ausbauen. Kapitan Lars Stindl möchte dabei gar nicht so viel auf den Gegner schauen: "Es liegt es an uns, druckvoll zu agieren, Torchancen zu erspielen und diese dann auch effizient zu nutzen." Zuletzt bekam die weiße Heimweste mit dem 1:1-Remis gegen Hertha BSC jedoch kleine Flecken.

Den Auftritt der Haupstadt-Kicker nehmen sich Hoffenheimer zum Vorbild. "Wenn wir das Spiel ähnlich angehen wie die Berliner, können wir in Hannover etwas mitnehmen", gibt sich TSG-Coach Markus Gisdol im Vorfeld der Partie selbstbewusst. Die Personallage ist jedoch das erste Mal in dieser Saison durchaus angespannt. Neben dem weiter verletzten Fabian Johnson ist auch der Einsatz des zuletzt starken 19-jährigen Innenverteidiger Jeremy Toljan gefährdet. Ihn plagt eine Oberschenkelverhärtung. "Ich muss mir da noch etwas einfallen lassen", sagte der Gisdol. So könnte Sejad Salihovic als Außenverteidiger beginnen. In der Offensive siehtes ebenfalls nicht gut aus, hier droht Schlüsselspieler Kevin Volland mit Adduktorenproblem auszufallen.



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Seit dem 3. Spieltag haben die Mainzer nicht mehr gewonnen, holten aus den letzten sechs Partien nur einen Punkt. Zuletzt zeigte die Formkurve nach einem guten Auswärtsauftritt bei den Bayern jedoch nach oben. Der Blick auf die Punkteausbeute dürfte Coach Thomas Tuchel nicht so viel Sorgen bereitet haben wie der auf die die aktuelle Verletztenliste. Julian Baumgartlinger und Niko Bungert fehlen noch wochenlang. Außerdem plagten sich Bo Svensson und Eric Maxim Choupo-Moting mit Knieproblemen herum. Ausreden lässt Tuchel im Vorfeld jedoch nicht gelten: "Wir haben Lust auf diese Aufgabe und fühlen uns bereit dafür. Unabhängig von unseren Ausfällen und der Serie, aus der wir kommen, trauen wir uns zu, gegen Braunschweig zu bestehen."

Drei Punkte wollen die Mainzer, die Braunschweiger hatten diese in der letzten Partie gegen Schalke 04 fast sicher, verspielten jedoch zwei Führungen - entmutigt hat das die Löwen aber nicht. "Das war ein Schlag, aber kein Rückschlag", stellt Eintracht-Coach Thorsten Lieberknecht unmittelbar nach der Heimpleite klar. "Wir haben bisher schon gezeigt, dass wir mit allen Mitteln darauf bedacht sind, Punkte zu holen." Für den Trainer wird es eine Reise in die Vergangenheit, war der gebürtige Pfälzer doch für von 1995 bis 2002 für die Rheinhessen aktiv. Auf Deniz Dogan und Ermin Bicakcic muss Lieberknecht womöglich verzichten. Beide sind noch nicht bei einhundert Prozent, ihr Einsatz deshalb fraglich. Sicher an Bord ist dagegen Norman Theuerkauf. Der Mittelfeldspieler kehrt nach seiner Gelb-Sperre in die Startelf zurück.



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