München - Für den FC Bayern ist die Pokalpartie gegen den FC Augsburg eine weitere Pflichtaufgabe im dichtgedrängten Kalender, für die Gastgeber ist es das Spiel das Jahres. Eintracht Frankfurt geht dagegen mit gemischten Gefühlen in die Partie gegen den SV Sandhausen.

Die Infos zu den Achtelfinalpartien am Mittwochabend um 20:30 Uhr (ab 20:15 Uhr im Live-Ticker):

FC Augsburg - FC Bayern München



Die Schwaben wollen im Pokal-Derby nach mehr als 52 Jahren endlich ihre schwarze Serie gegen den scheinbar übermächtigen Triple-Gewinner beenden und dem Team von Trainer Pep Guardiola die Weihnachtsstimmung verderben. Guardiola wittert die Gefahr und betont: "Es ist das wichtigste Spiel vor der Winterpause."

"Wir sind der krasse Außenseiter, aber wir glauben daran, dass die Sensation möglich ist. Wenn sie uns einen Tick unterschätzen, dann werden wir da sein. Wir werden uns zerreißen", versprach FCA-Trainer Markus Weinzierl vor dem Pokal-Achtelfinale. Sein Team habe in den letzten zehn Heimspielen "nur einmal verloren, das gibt uns Selbstvertrauen. Ich hoffe, wir treten mutig auf."

Wichtig sei, "dass wir in die Zweikämpfe kommen", sagte Halil Altintop, er hofft, "dass wir eine der wenigen Chancen nutzen", um das "kleine Wunder" zu schaffen. Auch diesmal erwarten die Münchner in Augsburg eine hitzige Atmosphäre. "Das wird eine heiße Kiste. Da müssen wir einiges abrufen", mutmaßte Nationalspieler Thomas Müller. Die Bayern haben jedoch weiter mit einigen Personalproblemen zu kämpfen.

Philipp Lahm (Oberschenkelzerrung) "kann wohl nicht spielen", sagte Guardiola. Ribery (angebrochene Rippe) gehe es zwar "viel besser", aber ob er schon im Pokal spielen kann, sei unklar. Beim FCA fällt Ersatztorhüter Alexander Manninger (Rückenprobleme) aus, fraglich sind Jan-Ingwer Callsen-Bracker (Schlag aufs Knie) und Jan Moravek (muskuläre Probleme).

Eintracht Frankfurt - SV Sandhausen



Den Verantwortlichen bei Eintracht Frankfurt fällt angesichts der sportlichen Misere in der Liga die Konzentration schwer auf den Pokal. Die Hessen nehmen jedoch die Situation an und sind auf Krisenbewältigung aus. "Jeder erwartet, dass wir gewinnen. Deswegen ist der Druck schon groß. Ins Viertelfinale einzuziehen wäre für uns sehr wichtig. Das ist ein großes Ziel für uns und wir wollen weiterkommen", so SGE-Coach Armin Veh.

Eine weitere sportliche Schlappe gegen den Außenseiter könnte sich negativ für die Eintracht auswirken. Immer noch aber fehlen Coach Armin Veh vier wichtige Stammkräfte, es besteht aber zumindest die Hoffnung, dass Bamba Anderson und Sebastian Rode wieder zur Verfügung stehen könnten. "Ich denke Sebastian kann spielen", erklärte Veh.

"Wir fühlen uns in unserer Außenseiterrolle sehr wohl und freuen uns auf das Achtelfinalspiel bei der Frankfurter Eintracht", sagte Sandhausen-Trainer Alois Schwartz und kann auf eine Truppe mit guter Moral zurückgreifen, "die mit breiter Brust zum Bundesligisten reisen wird". Mit 23 Punkten aus 16 Ligapartien im Rücken werden sich die Gäste sicher nicht verstecken.

Genaus wie Radoslav Zabavnik, fehlt jedoch auch Florian Hübner, Sohn von Eintracht-Manager Bruno Hübner. "Leider klappt es nicht mit dem Familienduell. Dennoch haben wir gute Chancen, hier weiterzukommen", so der SVS-Kicker. Hinter dem Einsatz von Ranisav Jovanovic steht nach seinen Oberschenkelproblemen weiterhin ein großes Fragezeichen, während Nicky Adler, zuletzt in die Rolle des Goalgetters geschlüpft, wegen Rückenschmerzen ausfallen wird.