Zusammenfassung

  • Schalke-Trainer Domenico Tedesco hat große Lust auf das Spiel gegen Wolfsburg

  • VfL-Coach Martin Schmidt spricht von einem "Wunschlos"

  • Im Pokal gingen die beiden bisherigen Duelle von Schalke und Wolfsburg ins Elfmeterschießen

Gelsenkirchen - Nach der unglücklichen Niederlage gegen den SV Werder Bremen will es der FC Schalke 04 im DFB-Pokal besser machen. Ein Sieg gegen den VfL Wolfsburg - und das Finale in Berlin ist nur noch ein Spiel entfernt.

Domenico Tedesco lächelte gequält, der Trainer von Schalke 04 konnte es kaum noch erwarten. "Wir könnten am besten schon jetzt loslegen und in einer halben Stunde anpfeifen", der 32-Jährige am Dienstag: "Wir haben viel Lust und Hunger auf das Spiel." Doch noch muss sich Tedesco gedulden - erst am Mittwoch (20.45 Uhr/Sky und ARD) wird es im Viertelfinale des DFB-Pokals gegen den VfL Wolfsburg ernst.

"Wir möchten unbedingt ins Halbfinale, da sehen wir uns auch. Unter den besten Vier in diesem Wettbewerb", sagte Tedesco: "Das wäre eine Riesengeschichte und eine richtig gute Sache." Dann müsste Schalke 04 nur noch einen Schritt bis zum Finale im Mai in Berlin gehen - doch Tedesco will sich damit (noch) nicht beschäftigen.

Alle Konzentration gilt Wolfsburg, auch die Last-Minute-Niederlage am Samstag gegen Werder Bremen (1:2) in der Liga soll da nicht stören. "Wir haben äußerst unglücklich gegen Bremen verloren", sagte der 32-Jährige: "Aber wir wissen es realistisch einzuschätzen. Wir waren nicht zu euphorisch, als wir 14 Spiele ungeschlagen waren - und das gilt auch für die jetzige Situation."

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Wolfsburg sei eine "stabile Mannschaft mit guten Individualisten", sagte Tedesco: "Aber wir wollen unser Spiel durchbringen. Wir müssen für noch mehr Torgefahr sorgen. Aber das wissen wir selbst, der Knoten wird platzen. Wir wollen die Partie in 90 Minuten entscheiden." Dies wäre bei dieser Paarung erstmals der Fall. In den bisherigen Duellen in den Jahren 2008 und 1970 fiel die Entscheidung erst im Elfmeterschießen.

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Auch Sportvorstand Christian Heidel gab sich vor dem Viertelfinale optimistisch. "Es ist üblich, nicht nur auf Schalke, sondern generell, sich Gedanken über Schreckensszenarien zu machen. Was ist, wenn jetzt alles schiefgeht? Was ist, wenn wir jetzt fünf Spiele verlieren?", sagte Heidel und betonte: "Wir beschäftigen uns lieber mit anderen Themen. Beispielsweise: Was ist, wenn wir die nächsten fünf Spiele gewinnen? Oder noch viel wichtiger: Wir wollen jetzt das nächste Spiel gewinnen!"

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Das will der VfL definitiv verhindern - und Wolfsburg-Trainer Martin Schmidt sieht sein Team bereit für die Aufgabe. "Es ist ein gutes Los, ich würde sogar von einem Wunschlos sprechen", sagte der Coach, dessen Team in der Pokalsaison noch kein Gegentor hinnehmen musste: "Schalke ist ein Gegner, der uns liegt. Auswärts haben wir nichts zu verlieren, wir sind in der Rolle des Herausforderers, das passt zu uns."

sid