Zusammenfassung

  • Schalke fuhr den sechsten Heimsieg dieser Saison ein und hat nun sechs Punkte Vorsprung auf die TSG.

  • Hoffenheim hatte zwar 60 Prozent der Ballbesitzphasen, kam aber erst spät auf Touren, gab acht der zwölf Torschüsse in der letzten halben Stunde ab.

  • Thilo Kehrer erzielte sein erstes Saisontor und traf erstmals in der Bundesliga per Kopf.

Gelsenkirchen - Der FC Schalke 04 hat in der Bundesliga in die Erfolgsspur zurückgefunden und seinen Anspruch auf die internationalen Plätze untermauert. Nach zwei Niederlagen in Folge siegte der DFB-Pokal-Halbfinalist im Verfolgerduell gegen die TSG 1899 Hoffenheim 2:1 (2:0) und ist mit 37 Zählern Fünfter hinter dem punktgleichen Reviernachbarn Borussia Dortmund.

FANTASY HEROES: Thilo Kehrer (18 Punkte) / Guido Burgstaller (12) / Breel Embolo (11)

Thilo Kehrer (11.) brachte die Schalker mit seinem ersten Saisontor in Führung, Breel Embolo (28.) erhöhte nach einem desaströsen Fehlpass von Hoffenheims Kevin Vogt. Andrej Kramaric (78.) gelang nur noch der Anschlusstreffer.

Bei Schalke kehrte Matija Nastasic für den gelb-gesperrten Max Meyer zurück in die Startelf. Ansonsten vertraute Trainer Domenico Tedesco (32) der Mannschaft, die in der Vorwoche einen couragierten Auftritt bei Bayern München gezeigt hatte (1:2). Im Duell der beiden jüngsten Bundesligatrainer ersetzte Hoffenheims Julian Nagelsmann (30) Stürmer Serge Gnabry (Erkältung) durch Mark Uth, der im Sommer ablösefrei nach Gelsenkirchen wechselt.

17. Schalker Saisontor nach Standard

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Trotz des dritten Spiels innerhalb von zehn Tagen waren die Königsblauen von Beginn an die frischere Mannschaft und spielten offensiv nach vorne. Nachdem Franco Di Santo (10.) den Führungstreffer per Distanzschuss knapp verfehlte, verwertete Thilo Kehrer den darauffolgenden Eckball mit dem Kopf und belohnte Schalke für die agile Anfangsphase. Für die Gastgeber war es in der Saison bereits das 17. Tor nach einem ruhenden Ball - Ligahöchstwert.

Nur wenige Minuten später jubelten die 60.741 Zuschauer über ein Tor des Schweizers Breel Embolo (14.), welches Schiedsrichter Benjamin Brand jedoch nach einigen Sekunden zurücknahm. Video-Assistent Wolfgang Stark hatte ihn auf eine Abseitsstellung hingewiesen.

Die Hoffenheimer Schlussoffensive kommt zu spät
Die Hoffenheimer Schlussoffensive kommt zu spät © imago / Jan Hübner

Embolo musste aber nicht lange auf sein zweites Saisontor warten: Hoffenheims Vogt schob einen Querpass im eigenen Strafraum vor die Füße des 21-Jährigen, der nach dem groben Schnitzer nur noch am verwirrten Torhüter Oliver Baumann vorbeischießen musste. Hoffenheim kam im ersten Durchgang nur zu einer Torchance, den Schuss von Ermin Bicakcic (43.) parierte Ralf Fährmann problemlos. 

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"Wir waren zu träge, von uns muss mehr Druck und Gier kommen. Am Ende der Partie haben wir es dann richtig gemacht. Doch ein Spiel geht eben 90 Minuten- Das 2:0 geht auf meine Kappe." Kevin Vogt (Kapitän TSG 1899 Hoffenheim)

Auch nach dem Seitenwechsel blieben die Westfalen das bessere Team. Schalke spielte auf Konter, Guido Burgstaller (56.) und Daniel Caligiuri (61.) verpassten allerdings die Vorentscheidung. Der vierten Offizielle Guido Kleve musste in der 51. Minute für den verletzten Assistenten Robert Schröder als Linienrichter aushelfen.

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"Wir haben insgesamt eine Mannschaft auf dem Feld gesehen, die unbedingt gewinnen wollte. Diese Leidenschaft hat man heute gesehen." Christian Heidel (Vorstand Sport FC Schalke 04)

In der Schlussphase gingen die Gäste dann in die Offensive, es fehlte aber die Zielstrebigkeit im Abschluss. Einen vielversprechenden Vorstoß des eingewechselten Lukas Rupp (69.) stoppte Kehrer mit einer exzellten Grätsche. Fährmann entschärfte einen Schlenzer von Andrej Kramaric (70.). Kramaric konnte für Hoffenheim noch verkürzen. 

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Spieler des Spiels: Guido Burgstaller

Burgstaller war an vier der neun Schalker Torschüsse beteiligt (zwei abgegeben, zwei vorgelegt), kein Schalker an mehr. Sehr ungewöhnlich für ihn, fiel der Schlkaer Stürmer durch zwei sehenswerte Kabinettstückchen per Hacke und einem Heber mit Volley-Abnahme auf. Der Österreicher überzeugte einmal mehr auch durch vollen Einsatz, führte die meisten Zweikämpfe auf dem Platz (43), spulte so viele Kilometer ab wie kein anderer Akteur (12,7) und zog 45 Sprints an.

Bilder des Spiels

Guido Burgstaller im Duell mit Kevin Vogt
Guido Burgstaller im Duell mit Kevin Vogt
Benjamin Stambouli gegen Benjamin Hübner: Es ist eine intensive Partie
Benjamin Stambouli gegen Benjamin Hübner: Es ist eine intensive Partie © imago / Hübner
Hoffenheims Keeper Oliver Baumann ist nach dem 0:2 bedient
Hoffenheims Keeper Oliver Baumann ist nach dem 0:2 bedient © gettyimages / Christof Koepsel
Der Schalker Jubel kennt keine Grenzen
Der Schalker Jubel kennt keine Grenzen © gettyimages / Christof Koepsel