Zusammenfassung

  • Guido Burgstaller freut sich über das Trainingslager in seiner Heimat
  • Er hat keine Sorgen wegen der neuen Dreifachbelastung für Schalke
  • Der Stürmer will den Ball nach Vize-Meisterschaft lieber flach halten

Gelsenkirchen - Für den FC Schalke 04 beginnt am Samstag eine aufregende Saison. Als Vize-Meister tanzen die Knappen nach einem Jahr europäischer Abstinenz endlich wieder auf drei Hochzeiten. Stürmer Guido Burgstaller spricht im Exklusivinterview mit bundesliga.de über Dreifachbelastung, die Vorfreude auf die Champions League und Schalkes Ziele in der Bundesliga.

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bundesliga.de: Bedeutet die anstehende Dreifachbelastung nach der vergangenen Saison ohne internationalen Fußball eine körperliche Herausforderung?

Burgstaller: Wenn Sie mich persönlich fragen, kann ich nur sagen, dass es für mich nichts Schöneres gibt, als alle drei, vier Tage ein Fußballspiel spielen zu dürfen. Das ist doch viel besser als "nur" auf dem Trainingsplatz zu stehen. (lacht) Ich mache mir wegen der Dreifachbelastung jedenfalls überhaupt keine Sorgen.

Video: Schalke geht mit neuen Ansprüchen in die Saison

bundesliga.de: Genügt der Kader den Ansprüchen?

Burgstaller: Davon bin ich überzeugt, der Kader ist breiter aufgestellt als in der vergangenen Saison. Und unser Trainer hat ein feines Gespür dafür, wie er die Belastung der einzelnen Spieler dosieren muss. Deshalb sehe ich uns gut gerüstet.

bundesliga.de: Schalke geht als Vize-Meister in die Saison. Ist das erneut der Maßstab, oder sollte man den Ball etwas flacher halten?

Burgstaller: Ich denke, wir sollten den Ball flach halten. Die vergangene Saison war überragend. Da hat sehr vieles zusammengepasst, und wir sind ganz verdient Vize-Meister geworden. Das zu wiederholen, wird aber nicht leicht. Wir wollen alles dafür tun, dass es wieder klappen kann, aber davon auszugehen, das wäre sehr fahrlässig. Selbstverständlich ist ein internationaler Platz unser Anspruch. Ob es aber der zweite Platz wird oder vielleicht der vierte oder fünfte, das ist kaum vorauszusagen.

"Natürlich wünscht man sich als Stürmer, dass man am besten 5:2 oder 6:2 gewinnt und man selbst dabei drei Treffer erzielt."

bundesliga.de: Schalke hat in der vergangenen Saison vor allem auch von einer hervorragenden Defensivleistung der gesamten Mannschaft profitiert...

Burgstaller: Wir haben tatsächlich sehr gut und kompakt gestanden, und es war sehr schwierig gegen uns durchzukommen. Das hat vorne mit dem Pressing der Stürmer begonnen und hat hinten aufgehört mit unseren Top-Verteidigern. Da hat einfach alles hundertprozentig gestimmt.

Video: Media Day auf Schalke

bundesliga.de: Wünscht sich ein Stürmer dennoch hin und wieder eine etwas offensivere Ausrichtung?

Burgstaller: Natürlich wünscht man sich als Stürmer, dass man am besten 5:2 oder 6:2 gewinnt und man selbst dabei drei Treffer erzielt. Aber auch unsere Verteidiger wie Naldo oder Caligiuri waren sehr torgefährlich und haben viele Assists beigetragen. Wir haben vielleicht nicht immer spektakulär gespielt, aber das muss auch nicht sein. Wichtiger war, dass wir immer sehr zielgerichtet agiert haben, und dass jeder immer wusste, was er auf dem Platz zu tun hat.

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bundesliga.de: Die Bayern hatten zuletzt 21 Punkte Vorsprung; wird die neue Saison spannender?

Burgstaller: Schwer zu sagen. Dass die Bayern als klarer Favorit in die Meisterschaft gehen, steht außer Frage, darüber gibt es nichts zu diskutieren. Aber auch die Münchner können mal eine Schwächephase haben. Dann muss ein anderer Club da sein und konstant seine Leistungen abrufen, und das über Monate. Dann kann man auch dem FC Bayern gefährlich werden. Dafür aber muss natürlich sehr viel zusammenpassen.

Das Gespräch führte Andreas Kötter