Thomas Müller nach Bayern-Sieg: „Musst es an einem windigen Abend auch in Stoke zeigen“ - © Markus Ulmer/Ulmer/Pool
Thomas Müller nach Bayern-Sieg: „Musst es an einem windigen Abend auch in Stoke zeigen“ - © Markus Ulmer/Ulmer/Pool
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Thomas Müller nach Bayerns Arbeitssieg: "Musst es an einem windigen Abend in Stoke zeigen"

Der FC Bayern München hat sich am 9. Spieltag zu einem 3:1-Arbeitssieg beim VfB Stuttgart gemüht. Nach einem 0:1-Rückstand kämpfte sich der Rekordmeister stark zurück, musste aber auch einige Ausfälle in Kauf nehmen.

Nach dem Abpfiff in der Stuttgarter Mercedes-Benz Arena blickte man in erleichterte, aber auch sehr erschöpfte Gesichter der Spieler des FC Bayern München. Das Team von Hansi Flick drehte einen Rückstand beim VfB Stuttgart durch die Tore von Kingsley Coman (1:1, 38.), Robert Lewandowski (2:1, 45.) und Douglas Costa (3:1, 87.). Tanguy Coulibaly hatte den Aufsteiger in der 20. Minute in Führung gebracht und die Bayern damit gehörig unter Druck gesetzt.

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Die Schwaben verlangten den Gästen bis zum Abpfiff alles ab und hatten viele Großchancen. Manuel Neuer erwies sich auch in dieser Partie mal wieder als wichtiger Rückhalt der Bayern, denen das Champions-League-Spiel gegen RB Salzburg (3:1) vom vergangenen Mittwoch noch in den Knochen steckte. "Einem Rückstand hinterherzulaufen kostet viel Kraft – sowohl mental als auch körperlich. Umso größer kann man den Sieg einordnen", sagte Leon Goretzka nach dem Spiel. Durch den Sieg verteidigte der FCB die Tabellenführung vor RB Leipzig und stellte dabei einen neuen Rekord auf: Zum 65. Mal gewannen die Münchner gegen den VfB Stuttgart in der Bundesliga. Nur Bayern selbst gewann in der Liga-Historie gegen den HSV ebenso viele Spiele.

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Müller: "Musst es an einem windigen Abend in Stoke zeigen"

In seiner langen Fußballkarriere hat Thomas Müller natürlich schon viele solcher schweren Spiele erlebt, seinen Humor verlor der 31-Jährige nach der Partie aber nicht: "In England sagt man: Du musst es auch an einem windigen Abend in Stoke zeigen können", erklärte er nach dem Spiel und führte fort: "Heute war es zwar nicht windig und Stuttgart ist nicht Stoke, aber sie haben in den letzten Wochen sehr gut gespielt und uns alles abverlangt", so der Bayern-Spieler. Für den VfB war es erst die zweite Saisonniederlage, was aufzeigte, dass die Partie für den Tabellenführer keineswegs einfach war.

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Für Cheftrainer Hansi Flick zählte am Ende nur das Ergebnis: "Wir wissen alle, dass wir aktuell keinen Schönheitspreis bekommen, aber wir liefern Ergebnisse. Daher war es heute nach dem Rückstand wichtig, dass wir wieder zurück ins Spiel gefunden haben und die drei Punkte mit nach München genommen haben. Das zählt unterm Strich, aber wir wissen alle, dass wir besser spielen können."

Manuel Neuer glänzt mit vielen starken Paraden - Markus Ulmer/Ulmer/Pool

Topspiel gegen Leipzig wartet

Trotz des Sieges musste der FC Bayern einen Wermutstropfen hinnehmen: Jerome Boateng, Corentin Tolisso, Lucas Hernandez und Javi Martinez wurden alle angeschlagen ausgewechselt, scheinen aber nicht länger auszufallen.

Mit 22 Punkten nach neun Partien erwischte der FC Bayern den besten Saisonstart seit vier Jahren. Damals waren es 23 Punkte nach neun Spielen. Für die Flick-Truppe geht es bereits am nächsten Dienstag in der Champions League gegen Atletico Madrid weiter, am 10. Spieltag ist dann RB Leipzig zum Top-Duell Erster gegen Zweiter zu Gast in der Allianz Arena.