Zusammenfassung

  • Der FC Bayern bestreitet schon zum sechsten Mal in Folge das Auftaktspiel der Bundesliga
  • Die letzten fünf Partien entschieden die Münchner für sich
  • Hoffenheim darf sich dennoch berechtigte Hoffnungen auf einen Erfolg machen

Köln - Am Freitagabend eröffnen der FC Bayern München und die TSG 1899 Hoffenheim die neue Bundesliga-Saison. Anstoß in der Münchner Allianz Arena ist um 20.30 Uhr. Dann gilt es für die Kraichauer auf den Punkt fit zu sein. Denn es gibt durchaus dankenswertere Aufgaben als am 1. Spieltag der neuen Saison gegen den amtierenden Deutschen Meister auswärts ran zu müssen. Seitdem es ein offizielles Eröffnungsspiel in der Bundesliga gibt (2002) verlor dieser nie (13 Siege, 3 Remis). Und trotzdem gibt es gute Gründe für die TSG aus Hoffenheim, nicht schon vor dem Spiel den Kopf in den Sand zu stecken.

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Zum sechsten Mal in Folge konnte der FC Bayern in der vergangenen Saison die Meisterschale nach München holen und eröffnet nun folglich auch zum sechsten Mal in Folge die neue Spielzeit. Die letzten fünf Eröffnungsspiele hat der Club von der Säbener Straße alle für sich entscheiden. Hoffenheim steht also vor einer großen Herausforderung, wenn es die Serie der Bayern brechen möchte.

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Erfolgsgarant Julian Nagelsmann

Ein Erfolgsgarant könnte in diesem Fall Julian Nagelsmann sein. Der TSG-Trainer, der früher selbst Bayern-Fan war, hat gegen seinen einstigen Lieblingsverein eine positive Bilanz in der Bundesliga. Von vier Aufeinandertreffen gewannen die Hoffenheimer unter Nagelsmann zwei. Einmal gab es ein Unentschieden und nur ein Mal verlor man in den letzten beiden Saisons gegen die Münchener. Und auch die Auftaktbilanz des 31-Jährigen, der seit Februar 2016 hauptverantwortlich bei den Kraichgauern an der Seitenlinie steht, mit Hoffenheim kann sich sehen lassen. Keines der beiden Spiele ging verloren: In der Vorsaison gab es am 1. Spieltag ein 1:0 gegen Bremen, 2016/17 ein 2:2 gegen RB Leipzig.

Video: Nagelsmann führt Hoffenheim zum Höhenflug

Ein echtes Spitzenteam

Hoffenheim ist unter Nagelsmann zu einem echten Spitzenteam herangereift. Mittelfeldmotor Kerem Demribay sagt etwa über seinen Trainer: "Mich hat er im Fußball mit zum Mann gemacht." Und tatsächlich. Der dritte Platz der Hoffenheimer in der Vorsaison kam nicht von ungefähr. Seitdem Nagelsmann in Hoffenheim Trainer ist, holte die TSG in 82 Partien 140 Punkte – nur Bayern und Dortmund sammelten in diesem Zeitraum mehr. Das Duell Bayern – Hoffenheim verspricht also ein echtes Spitzenspiel zu werden.

Früh-Form spricht für die TSG

Die Vorbereitung fand am vergangenen Wochenende mit der ersten Runde im DFB-Pokal ihr Ende. Während sich die Bayern dort zu einem mühsamen 1:0 gegen den Regionalligisten Drochtersen/Assel quälten, fegten die Hoffenheimer den ehemaligen Deutschen Meister und Aufstiegsfavoriten der 3. Liga, 1. FC Kaiserslautern, mit 6:1 aus dessen eigenem Stadion. Damit steht eines fest: Die TSG hat sich warmgeschossen für den Saisonauftakt gegen München. Auch wenn die Mannschaft mit Nadiem Amiri, Kerem Demirbay, Benjamin Hübner, Andrej Kramaric und Florian Grillitsch verletzungsbedingt gleich auf fünf potenzielle Stammspieler verzichten musste, hat sie gezeigt, dass sie bereit ist für die Bundesliga.

Video: Media Days - Viel Spaß bei der TSG

Einer, der im Pokal besonders auf sich aufmerksam gemacht hat, ist Joelinton. Der 22 Jahre alte Brasilianer ist eigentlich schon seit drei Jahren in Hoffenheim, war aber in den letzten beiden Jahren an Rapid Wien ausgeliehen. Nun gehört er seit diesem Sommer wieder dem Kader der TSG an. Der Angreifer ist also ein gefühlter Neuzugang und meldete mit drei Toren gegen Kaiserslautern im Pokal gleich Ansprüche auf einen Startelf-Einsatz gegen die Bayern an.

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Positive Auftritte in München

Etwas zum Nachteil der Hoffenheimer könnte sein, dass das Spiel in München stattfindet. Denn in ihrer jetzt zehnjährigen Bundesliga-Geschichte konnte die TSG noch keine Partie bei den Bayern gewinnen. Doch die letzten Auftritte der Kraichgauer in München geben Grund zur Hoffnung, dass es in dieser Saison vielleicht anders sein wird. Beim Gastspiel vor einem Jahr begannen die Hoffenheimer mutig und führten bereits nach zwölf Minuten mit 2:0. 40 Jahre lang war keinem Auswärtsteam mehr so früh eine so hohe Führung gelungen. Das ließen die Bayern natürlich nicht auf sich sitzen. Noch vor der Pause gelang der Ausgleich, am Ende siegte der FCB mit 5:2. In der Spielzeit 2016/17 konnte Hoffenheim einen Punkt aus der Allianz Arena entführen.

Und wie ist es in diesem Jahr? Der Ausgang der Partie ist natürlich ungewiss. Sicher ist aber, dass die Fans zum Auftakt der Bundesliga-Saison 2018/19 ein spannendes Duell zweiter Spitzenmannschaften erwartet. Heiß auf das Spiel sind beide.