Duell der Top-Keeper: Manuel Neuer gegen Mark Flekken - © DFL Deutsche Fußball Liga GmbH
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Duell der Top-Keeper: Manuel Neuer gegen Mark Flekken

Am 11. Bundesliga-Spieltag kommt es nicht nur zum Topspiel zwischen dem FC Bayern München und dem SC Freiburg, denn in diesem Duell treffen auch die derzeit besten Torhüter der Liga aufeinander: Manuel Neuer und Mark Flekken. Wer wird am Ende seine Mannschaft durch starke Paraden zum Sieg führen?

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Der SC Freiburg bleibt auch nach zehn Spieltagen das aktuelle Überflieger-Team und ist als einzige Mannschaft noch ungeschlagen – und reiht sich damit zu Clubs wie den FC Liverpool, SSC Neapel und AC Mailand ein, die als einzige in Europa noch ohne Niederlage sind. Nicht umsonst stehen die Mannen von Trainer Christian Streich mit 22 Punkten auf dem dritten Tabellenplatz und haben sogar nur drei Punkte Abstand auf den Tabellenführer FC Bayern München.

Am 11. Spieltag kommt es nun zum absoluten Showdown mit dem Rekordmeister. "Es ist ein Spitzenspiel, das kann ich nicht leugnen", sagte Christian Streich mit Blick auf die Partie und fügte hinzu: "Schauen wir mal, wie viele Spitzenspiele wir danach noch haben. Aber dass wir jetzt eines haben, ist schön."

Flekken in Top-Form

Einen großen Anteil am Freiburger Erfolg hat Torhüter Mark Flekken. Der Niederländer stellt mit seinem Team die beste Defensive der Bundesliga (erst sieben Gegentore) und parierte in dieser Bundesliga-Saison 83 Prozent der Bälle - Bundesliga-Bestwert. Der Lohn für seine starken Leistungen: Louis van Gaal berief ihn für die Oktober-Länderspiele erstmals in den Kader der niederländischen Nationalelf. Zum Einsatz kam er aber nicht und blieb zweimal auf der Bank.

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Flekken ging wie im Vorjahr als Nummer eins in die Saison. Damals zog er sich jedoch beim Aufwärmen zum Pokalspiel in Mannheim eine Verletzung im linken Ellbogen zu (gerissene Bänder und Sehnen) und fiel monatelang aus, weswegen der SC den Mainzer Florian Müller auslieh. Erst an den letzten drei Spieltagen stand der Niederländer, der 2018 aus Duisburg gekommen war, wieder im Kasten. "Uns war klar, dass Flekki bei uns irgendwann im Tor stehen wird. Er ist ein richtig guter Torwart, er hat eine gute Ausstrahlung, ist ein guter Typ und hat alle Möglichkeiten“, so Streich.

Flekkens Stärken sind das Eins-gegen-Eins, aber auch fußballerisch ist er gut ausgebildet. In der Strafraumbeherrschung hat er jedoch noch Luft nach oben.

Erfahrung pur

Am Samstagnachmittag wird auf der anderen Seite des Platzes Manuel Neuer stehen, der in dieser Spielzeit wieder ein starker Rückhalt seiner Mannschaft ist. Der Welttorhüter wehrte in dieser Bundesliga-Saison überdurchschnittliche 73 Prozent der Bälle auf sein Tor ab und kassierte zehn Gegentore in zehn Bundesliga-Spielen (drei Zu-Null-Spiele). In der letzten Bundesliga-Saison kassierte er 42 Gegentore (nur 68 Prozent abgewehrte Bälle) - so viele wie nie zuvor im Bayern-Trikot, nur 2010/11 bei Schalke 04 waren es mehr (44).

In einem Vergleich mit Flekken hat der Nationalkeeper aber sehr deutlich die Nase vorn, nämlich die Erfahrung auf dem Platz: Neuer hat seit seinem Debüt im August 2006 für Schalke in Aachen 448 Bundesliga-Spiele bestritten. Das sind unter den aktiven Spielern die meisten (historisch Platz 28, Stefan Kuntz als Nächster hat 449). Flekken hingegen stand erst 24 Mal in der Bundesliga auf dem Feld. Zudem hat Neuer in dieser Saison einen ganz besonderen Rekord im Visier: Er gewann 301 Bundesliga-Spiele - nur Oliver Kahn mehr (310).

Wenn der FC Bayern auf den SC Freiburg trifft, geht es um sehr viel, denn das Spiel könnte richtungsweisend werden: Holen die Breisgauer die Münchener in der Tabelle ein und bleiben gegen sie sogar weiterhin unbesiegt? Einen großen Anteil daran werden sicherlich die beiden Torhüter haben, die durch ihre Paraden spielentscheidend werden könnten.