Wer sichert sich im Mai die Meisterschale? - © via www.imago-images.de/imago images/MIS
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FC Bayern München gegen RB Leipzig: Wird's nochmal eng im Titelkampf?

Nach dem Sieg im direkten Duell bei RB Leipzig schien die Meisterschaft schon so gut wie entschieden zu sein. Aber nachdem der FC Bayern München gegen den 1. FC Union Berlin nicht über ein 1:1 hinauskam, ist der Vorsprung wieder auf fünf Punkte zusammengeschmolzen. bundesliga.de liefert die wichtigsten Fakten zum Titelrennen.

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Die Historie

Im Zeitalter der Drei-Punkte-Regel (seit 1995/96) wurden fünf oder mehr Punkte so spät in der Saison erst einmal verspielt: In der Saison 2001/02 hatte der BVB sogar nach dem 31. Spieltag noch fünf Punkte Rückstand auf Tabellenführer Bayer 04 Leverkusen und wurde am Ende doch noch Deutscher Meister (mit einem Punkt Vorsprung auf die Werkself).

Im Zwei-Punkte-Zeitalter holten zudem die Bayern in der Saison 1985/86 einen Rückstand von vier Punkten (also zwei Siegen) nach dem 28 Spieltag noch auf. Werder Bremen wurde trotz bester Ausgangslage nur Vizemeister.

Das spricht für den FC Bayern:

In der Geschichte der Bundesliga wurden bislang alle Teams Deutscher Meister, die nach 28 Spieltagen mindestens 77 Tore erzielt hatten (fünf Mal die Bayern und ein Mal der HSV) - aktuell stehen die Münchner bei 80 Saisontoren. Darüber hinaus sicherte sich der Rekordmeister immer den Titel, wenn er nach 28 Spieltagen mindestens 61 Punkte auf dem Konto hatte (aktuell 65).

Die Offensive ist der große Trumpf der Münchner. Die Bayern stellen den besten Angriff der Bundesliga (80 Treffer) und erzielten 41 Bundesliga-Spiele in Folge mindestens einen Treffer. Torlos blieb die Flick-Truppe zuletzt vor über einem Jahr am 9. Februar 2020 gegen Leipzig (0:0). Auffällig dabei die enorme Qualität aus der Distanz: 14 Weitschusstore sind der mit Abstand beste Wert der Bundesliga. Der VfL Wolfsburg folgt auf Rang 2 mit acht Treffern.

Unabhängig von den Leipziger Ergebnissen würden 14 Punkte aus den letzten sechs Partien für den Titel genügen. In der Hinrunde konnten die Münchner diese Ergebnis sogar übertreffen: Sie gewannen fünf der sechs Partien im Schlussspurt (eine Niederlage). Und nach dem Aus in der Champions League werden sich die Bayern voll auf die Meisterschale fokussieren.

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Das spricht für RB Leipzig:

Die Sachsen können am 29. Spieltag am Freitagabend gegen die TSG Hoffenheim vorlegen und zumindest über Nacht bis auf zwei Zähler an den Tabellenführer heranrücken. Die Münchner müssen am Samstag beim VfL Wolfsburg ran, der in dieser Spielzeit zu Hause noch nicht verloren hat. Das ist nur einer von fünf Gründen, warum die Wolfe die Bayern bezwingen könnten. Leipzig kann zudem mit breiter Brust ins Saisonfinale gehen, denn 60 Punkte nach 28 Spieltagen sind ein neuer Vereinsrekord für RBL.

Vor allem an der Defensive des Nagelsmann-Teams beißen sich die Gegner reihenweise die Zähne aus. Die Sachsen stellen die beste Abwehr der Liga (23 Gegentreffer) und ließen 2021/21 auch die wenigsten gegnerischen Torschüsse zu (213). Es heißt ja "Die Offensive gewinnt Spiele, die Defensive Meisterschaften“ - sollte diese Fußballweisheit zutreffen, müsste die Schale eigentlich nach Leipzig gehen.

Offensiv hätte es zudem noch deutlich besser für den Tabellenzweiten laufen können, denn 16 Mal scheiterte ein Leipziger Spieler an Pfosten oder Latte. Damit sind die Sachsen die Aluminium-Könige der Bundesliga. Die Qualität ist auf jeden Fall vorhanden, um noch einmal zur Bayernjagd zu blasen.

Das Restprogramm

FC Bayern München:

VfL Wolfsburg (A), Bayer 04 Leverkusen (H), 1. FSV Mainz 05 (A), Borussia Mönchengladbach (H), Sport-Club Freiburg (A), FC Augsburg (H)

RB Leipzig:

TSG 1899 Hoffenheim (H), 1. FC Köln (A), VfB Stuttgart (H), Borussia Dortmund (A), VfL Wolfsburg (H), 1. FC Union Berlin (H)

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