Ibrahima Konate (l.) im Duell mit Robert Lewandowski - © imago/Sven Simon
Ibrahima Konate (l.) im Duell mit Robert Lewandowski - © imago/Sven Simon
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Warum der FC Bayern über RB Leipzig stolpern könnte

Köln - Der FC Bayern München kann am Samstag den siebten Meistertitel in Folge unter Dach und Fach bringen. Doch der Spielplan beschert der Mannschaft von Niko Kovac am 33. Spieltag eine extrem schwere Aufgabe: ein Auswärtsspiel bei RB Leipzig. bundesliga.de verrät, warum die Leipziger für Bayern zum Stolperstein werden könnten.

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Die Konstanz des FC Bayern München in der Rückrunde der Saison 2018/19 ist beeindruckend. Waren die Bayern noch mit sechs Punkten Rückstand auf Borussia Dortmund in die zweite Halbserie gestartet, so liegen sie zwei Spieltage vor Schluss vier Punkte vor dem BVB. Die Aussichten auf die erneute Titelverteidigung könnten kaum besser sein. In der Rückrunde gewann der FCB zwölf seiner 15 Spiele (zwei Remis, eine Niederlage). Seit zwölf Spielen sind die Bayern inzwischen ungeschlagen. Das ist die zweitlängste aktuelle Serie der Bundesliga, überboten nur von Bayerns nächstem Gegner RB Leipzig. Die Mannschaft von Trainer Ralf Rangnick hat keines der letzten 14 Spiele verloren und geht mit entsprechend großem Selbstbewusstsein in das Heimspiel gegen den deutschen Rekordmeister.

Obwohl die Champions-League-Qualifikation bereits gesichert ist, wird Leipzig gegen die Bayern alles für den Sieg geben. "Wir wollen die Bayern fordern und wenn möglich schlagen. Aber nicht, um sie zu ärgern, sondern aus Eigennutz", sagte Rangnick bei einer Veranstaltung der Leipziger Volkszeitung. Der 60-Jährige weiß: "Ein Erfolgserlebnis hat psychologische Auswirkungen fürs Pokalfinale." Im DFB-Pokal-Endspiel am 25. Mai werden sich die beiden Top-Teams erneut gegenüberstehen. Die Leipziger möchten schon am kommenden Wochenende zeigen, dass sie in der Lage sind, den Spitzenreiter zu schlagen.

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Obwohl Leipzig in dieser Saison im Schnitt die jüngste Bundesliga-Mannschaft stellt (24,2 Jahre), treten die jungen Wilden mit einer außergewöhnlichen Konstanz und Klasse auf. Angreifer Timo Werner gehört ebenso wie Bayern-Stürmer Robert Lewandowski zu den Spielern mit den meisten Torschüssen. 15 Mal schnürte zudem ein RB-Spieler in dieser Spielzeit einen Doppelpack - das ist Ligaspitze vor den Bayern (13 Doppelpacks). Aber auch defensiv überzeugt RBL: nur 27 Gegentore aus 32 Spielen sind der Bestwert der Bundesliga.

Die Historie zeigt, dass Leipzig den Bayern das Leben in der Vergangenheit vor allem im eigenen Stadion schon schwer gemacht hat. Im ersten Leipziger Bundesliga-Jahr 2016/17 verlor RBL in einem spektakulären Spiel nur knapp mit 4:5. In der letzten Saison gewannen die Sachsen ihr Heimspiel gegen den FCB mit 2:1. In der Hinrunde der aktuellen Saison wusste Leipzig auch in München zu überzeugen und musste erst kurz vor Schluss das entscheidende Gegentor zum 0:1 durch Franck Ribery hinnehmen.

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Bayern sollte sich nicht zu früh als sicherer Meister fühlen. Die Rangnick-Elf hat das Zeug, den Favoriten stolpern zu lassen. Klar ist allerdings auch: Einen Vorsprung von vier Punkten nach dem 32. Spieltag hat bisher noch kein Tabellenführer verspielt...