Zusammenfassung

  • Nach vier Pflichstspielen ohne Sieg fuhren die Münchner zuletzt drei Siege in Serie ein.

  • In der Bundesliga ist der FC Bayern wieder bis auf zwei Zähler an den BVB herangerückt.

  • In den kommenden Spielen soll jetzt unbedingt nachgelegt werden.

Mainz - Der Blick auf die Tabelle ließ Niko Kovac vergleichsweise kalt. "Okay, das ist so", sagte der Trainer des FC Bayern München, der nach dem hart erkämpften 2:1 (1:0) beim 1. FSV Mainz 05 wieder bis auf zwei Punkte an Spitzenreiter Borussia Dortmund herangerückt ist: "Am achten Spieltag war noch keiner Meister, am neunten auch nicht. Wir müssen nachlegen."

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Auch die kommenden drei Spiele - im Pokal beim Regionalligisten SV Rödinghausen, in der Bundesliga gegen den SC Freiburg und in der Champions League gegen AEK Athen - "wollen wir positiv gestalten", sagte der Kroate. Und das vierte dann erst recht: Am 10. November treten die Bayern zum Klassiker beim BVB an, der am Samstag gegen Hertha BSC (2:2) spät den Sieg aus der Hand gab.

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"In der Liga geht es schnell in beide Richtungen", sagte Nationalspieler Thomas Müller, der in Mainz wieder von Beginn an spielen durfte, kämpferisch überzeugte und Wortführer auf dem Rasen war: "Man kann uns schon glauben, wenn wir sagen, dass wir uns die Siege hart erarbeiten müssen."

Bayern-Motor stockt in Mainz nur kurz

Der nach 55 Minuten wohl nur leicht verletzt ausgewechselte Leon Goretzka (39.) und Thiago (62.) trafen gegen aggressiv verteidigende Mainzer, "die um jeden Quadratzentimeter gekämpft haben" (Müller). Der zwischenzeitliche Ausgleich durch Jean-Paul Boetius (48.), der die Mainzer Negativserie nach fünf Spielen ohne eigenen Treffer beendete, brachte den Rekordmeister nur kurz aus dem Konzept.

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"Das war ein verdienter Sieg, allerdings ein knapper", sagte Müller: "Natürlich würden wir uns wünschen, dass wir den Ball noch das ein oder andere Mal öfter über die Linie bekommen." Der Gegner aber öffne nicht "einfach Tür und Tor". Auch Kovac mahnte, dass sich sein Team "alles erarbeiten" müsse. Das sei auch schon bei den beiden Siegen in Athen (2:0) und beim VfL Wolfsburg (3:1) so gewesen. "Es war ein Arbeitssieg heute, der sicherlich nicht so glänzend war, wie wir uns das erhofft haben", sagte der 47-Jährige: "Aber in der Situation, in der wir uns befanden nach den vier Spielen (ohne Sieg, d. Red.), sind wir glücklich, dass wir drei Spiele in Folge gewinnen konnten."

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Davon sind die Mainzer derzeit weit entfernt. Die Rheinhessen haben die vergangenen sechs Partien nicht gewonnen. "Wir können aus dem Spiel mitnehmen, dass wir es den Bayern schwer gemacht haben", sagte Sportvorstand Rouven Schröder. Immerhin: Im Pokal tritt der FSV am Dienstag zeitgleich zum Bayern-Spiel (beide 20.45 Uhr) beim FC Augsburg an, wo Mainz am 15. September der bislang letzte Bundesliga-Sieg gelungen war.

SID