FC Augsburg gegen VfB Stuttgart - das war schon im Hinspiel ein harter Kampf - © Matthias Hangst/Bongarts/Getty Images
FC Augsburg gegen VfB Stuttgart - das war schon im Hinspiel ein harter Kampf - © Matthias Hangst/Bongarts/Getty Images
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"Wie ein Finale" - bei FC Augsburg gegen VfB Stuttgart geht's um alles

Köln - Am Samstag um 15.30 Uhr kommt es zum direkten Duell zweier Abstiegskandidaten. Für den FC Augsburg und den VfB Stuttgart geht es um enorm viel. Das wissen auch die beiden Trainer.

Die Bezeichnung "Finale" erhält ein Fußballspiel für gewöhnlich, wenn es den Abschluss eines Wettbewerbs darstellt und danach kein weiteres folgt. Nun steht am kommenden Wochenende erst der 30. Spieltag in der Bundesliga an, alle Mannschaften müssen also danach noch vier weitere Partien absolvieren. Trotzdem wirkt es durchaus passend, wenn FCA-Trainer Martin Schmidt über das Spiel seines FC Augsburg gegen den VfB Stuttgart sagt: "Das ist jetzt das wichtigste Spiel und wie ein Finale für uns." Für den FCA und den VfB hätte ein Sieg in dieser Partie enorme Bedeutung. Die Gefühlslagen im Vorfeld sind allerdings bei den beiden Clubs ganz unterschiedlich.

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Augsburg hat am vergangenen Wochenende bereits einen großen und wichtigen Schritt in Richtung Klassenerhalt gemacht. Beim Debüt des neuen Trainers siegten die Fuggerstädter bei den zuvor in der Rückrunde noch ungeschlagenen Frankfurtern mit 3:1 und haben dadurch sieben Punkte Vorsprung auf den Relegationsrang 16, den aktuell Stuttgart belegt und sogar zehn Zähler Vorsprung auf den ersten direkten Abstiegsplatz. "Die drei Punkte in Frankfurt sind nur ein Bonus", meint Schmidt allerdings. "Wir dürfen jetzt nicht abheben. Wir müssen auf dem Boden bleiben." Mit einem Sieg gegen den direkten Konkurrenten Stuttgart könnte der Erfolg aus der Vorwoche vergoldet werden. Dann wären es zehn Punkte auf Rang 16, bei nur noch zwölf zu vergebenden Zählern. Das wäre zwar nicht rechnerisch der Klassenerhalt, aber mehr als nur die halbe Miete. Augsburg wird die Partie mit neuem Mut und viel Rückenwind angehen.

Rückenwind verspüren die Stuttgarter weniger, schließlich stehen sie gerade mit dem Rücken zur sprichwörtlichen Wand. Nach der knappen 0:1-Niederlage bei Bayer 04 Leverkusen hat der VfB schon sechs Punkte Rückstand auf das rettende Ufer, aber nur drei Zähler Vorsprung auf den direkten Abstiegsrang 17. Das direkte Duell mit Augsburg bietet der Elf von Trainer Markus Weinzierl die große Chance, dem direkten Klassenerhalt näher zu kommen, doch es besteht auch die ebenso große Gefahr, bei einer Niederlage überholt zu werden, sollte der 1. FC Nürnberg zeitgleich in Leverkusen gewinnen.

Weinzierl weiß, worauf es ankommen wird: "Augsburg spielt mit vielen Emotionen. Darauf sind wir vorbereitet. Wir brauchen einen besseren Tag als zuletzt - vor allem in der Offensivbewegung. Wir brauchen nach vorne mehr Durchschlagskraft und müssen effektiver werden."

Nach fünf sieglosen Spielen wäre es bei Stuttgart an der Zeit für eine Steigerung, denn viel Zeit bleibt nicht mehr, um weitere Punktverluste zu korrigieren. Sollte der VfB am Ende die Relegation bestreiten müssen, kann ihm immerhin der Fakt Mut machen, dass sich in den bisherigen 20 Relegationsduellen zwischen der Bundesliga und der 2. Bundesliga 15 Mal der Erstligist durchsetzte, nur fünf Mal der Zweitligist.

>>> Das macht den Abstiegskandidaten Mut

Noch können sich Augsburg und Stuttgart retten. Ein Sieg im "Finale" am Samstag würde den Klassenerhalt für beide wahrscheinlicher machen.