Zusammenfassung

  • Augsburg will die Vorjahresplatzierung in dieser Saison toppen

  • Die Fuggerstädter konnten im Sommer ihre Stützen im Verein halten

  • Nach einer durchwachsenen Vorbereitung geht der FCA mit geschärften Sinnen in die Spielzeit

Köln - Eine lange Vorbereitung neigt sich dem Ende zu und ab dem 24. August rollt der Ball endlich wieder in der Bundesliga. bundesliga.de nimmt alle Clubs im Teamcheck unter die Lupe. Der FC Augsburg schielt Richtung einstelligem Tabellenplatz.

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Ein stabiles Gerüst: Der Kader

Der FC Augsburg kann auch in der Bundesliga-Saison 2018/19 auf einen gewachsenen Kader mit vielen etablierten Stammkräften setzen: Linksverteidiger Philipp Max, der an das Tor der deutschen Nationalmannschaft klopft, ist genauso an Bord geblieben wie Torjäger Michael Gregoritsch und der isländische WM-Fahrer Alfred Finnbogason. Im Gegensatz zu früheren Jahren gab der FCA nach einer wechselhaften Vorsaison keine Stütze ab. Kaum verwunderlich also, dass die Fuggerstädter ihren Kader sowohl in der Spitze als auch in der Breite verstärken. Rückkehrer Andre Hahn (Hamburger SV) soll die Offensive ebenso beleben wie Angreifer Julian Schieber (Hertha BSC), dazu sicherten sich die Augsburger noch die Dienste des talentierten Finnen Fredrik Jensen, der aus Enschede zum FCA stieß. Eine Mischung aus Jung und Alt soll für das Team von Trainer Manuel Baum einen einstelligen Tabellenplatz einfahren.

So könnte Augsburg spielen

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Ambitioniert & akribisch: Manuel Baum

Vor seiner zweiten kompletten Spielzeit als Trainer des FC Augsburg gilt für Manuel Baum die Maxime: Nichts überstürzen! Nach Rang zwölf in der Vorsaison schielen die Fuggerstädter nicht unberechtigt auf einen einstelligen Tabellenplatz, doch bleiben die Verantwortlichen demütig. Es sei mehr möglich als im Vorjahr, betonen sie, doch dafür muss in Augsburg viel passen. Der akribische Arbeiter Baum passt zu dieser bodenständigen, aber dennoch ehrgeizigen Ausgangslage. "Der Verein und jeder einzelne haben gezeigt, dass wir in der Bundesliga eine gute Rolle spielen können", sagt Kapitän Daniel Baier: "Wir kriegen nichts geschenkt. Wer mehr will, muss auch mehr machen. Es liegt an uns", betont der Routinier, der als Baums verlängerter Arm auf dem Platz gilt. Richtig zufrieden wirkte der Trainer gegen Ende der Vorbereitung nicht – das muss kein schlechtes Zeichen sein angesichts der Arbeitsweise, die Baum seiner Mannschaft abverlangt.

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Aktuelle Form

Eine durchwachsene Vorbereitung liegt hinter dem FC Augsburg – in sieben Testspielen gelangen zwar vier knappe Siege, doch insbesondere in der Generalprobe gegen Athletic Bilbao (0:1) zeigten die Fuggerstädter, dass formtechnisch noch durchaus Luft nach oben ist. FCA-Coach Manuel Baum nahm es sportlich: "Vielleicht ist es allgemein ganz gut, dass wir nochmals die Sinne schärfen. Wir werden uns definitiv nichts schönreden.“

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Die Überraschung des Sommers

Die linke Offensivseite des FC Augsburg – sie gehörte in den vergangenen Spielzeiten dem Brasilianer Caiuby. Doch der unumstrittene Stammspieler wurde in diesem Sommer verdrängt, FCA-Youngster Marco Richter ist nun der Platzhirsch auf der Außenbahn. Als Kreativkraft mit Offensivdrang schätzt Manuel Baum den 20-Jährigen, der bereits gegen Ende der letzten Saison mehr und mehr Spielzeit erhielt. Nun steht Richter vor dem endgültigen Durchbruch – für den dribbelstarken Flügelstürmer wäre es die Belohnung einer äußerst positiven Entwicklung.

Zielsetzung und Prognose

Augsburg will sich im Vergleich zur Vorsaison verbessern – diesmal soll mehr als Platz zwölf herausspringen. Damit das gelingt, muss der FCA das verinnerlichen, was ihn bisher so stark gemacht hat. Immer am Limit, immer unbequem, immer konzentriert: Bringen die Fuggerstädter das auf den Platz, dürfte dank Gregoritsch, Finnbogason, Max & Co die obere Tabellenhälfte in Reichweite sein.