Zusammenfassung

  • Der Kader wird durch gezielte Transfers variabler

  • Die Leistungsträger bleiben dem FC Augsburg erhalten

  • Trainer Manuel Baum passt zu den Fuggerstädtern

Köln - Der FC Augsburg ist wieder dabei! Die Schwaben aus Bayern schafften frühzeitig den Klassenerhalt und gehen 2018/19 in ihre achte Saison in der Bundesliga. Damit gehört der FCA zum erlauchten Kreis der sechs Clubs, die noch nicht aus der Bundesliga abgestiegen sind. Für Augsburg ein kleines Wunder, schließlich wird der Verein Jahr für Jahr im Vorfeld stets als Absteiger gehandelt. Mit diesem Image geht der FCA auch in der neuen Saison wieder ins Rennen: "ObAcht! Auch im nächsten Jahr wieder Abstiegskandidat Nummer 1?!" hatte die Mannschaft auf ihren T-Shirts nach erreichen des Klassenerhalts stehen. Ein Motto, mit dem der Club auch ein bisschen unterstreicht, dass er die Rolle des Außenseiters gerne erneut annimmt, um die Kritiker eines besseren zu belehren. bundesliga.de nennt die Gründe, warum sich die Fans auf die nächste Saison freuen.

1) Transfers bringen Variabilität

Mit André Hahn kehrt ein alter Bekannter zurück zu den Fuggerstädtern. Hier begann damals die Karriere des Offensivmanns, der nach seinem Weggang 2014 bei Borussia Mönchengladbach sogar Erfahrung in der Champions League sammelte. Über den HSV führt ihn sein Weg vier Jahre später wieder an alte Wirkungsstätte. Dort hat Hahn hat ein großes Ziel: endlich wieder spielen. Ähnliches gilt für Julian Schieber, der - auch verletzungsbedingt - bei Hertha in den letzten Jahren keine große Rolle mehr spielte. Das kurbelt den Konkurrenzkampf an und steigert die Qualität. Mit den beiden neuen Angreifern wird das Spiel des FCA deutlich variabler. War in der letzten Saison das Offensivspiel sehr abhängig von Caiuby, Michael Gregoritsch und Alfred Finnbogason, hat Trainer Manuel Baum jetzt Alternativen. Zumal Augsburg Glück hatte, dass der Ausfall von Finnbogason durch die eigenen Reihen aufgefangen werden konnte und auf viele Schultern verteilt wurde. Das ist nicht selbstverständlich.

Video: Finnbogason ist rechtzeitig wieder in Form

2) Eingespielter Kader

Bislang hat der FC Augsburg kaum Abgänge zu verzeichnen. Die Spieler fühlen sich wohl bei den Fuggerstädtern, noch zu Beginn der abgelaufenen Saison haben mit Daniel Baier, Caiuby, Philipp Max und Jeffrey Gouweleeuw vier Leistungsträger verlängert, ebenso wie kürzlich U20-Nationalspieler Marco Richter. Der FCA geht also mit einer eingespielten Mannschaft in die Saison, Rückkehrer Hahn braucht nicht viel Eingewöhnungszeit. Im WM-Jahr kommt der Baum-Truppe ebenfalls zu Gute, dass mit Finnbogason und Ja-Cheol Koo lediglich zwei Spieler in Russland aktiv sind. Dementsprechend kann die Mannschaft die Vorbereitung nahezu mit dem kompletten Kader absolvieren. Und die WM-Fahrer kehren mit neuem Selbstvertrauen und vielen Erfahrungen nach Augsburg zurück, die sie an die Mitspieler weitergeben können.

3) Qualität zwischen den Pfosten

Mit Marwin Hitz (Borussia Dortmund) hat der FCA seine Nummer eins im Tor verloren. Kein Grund Trübsal zu blasen. Denn mit Andreas Luthe und Fabian Giefer stehen zwei Bundesliga-taugliche Keeper bereit, die den Schweizer Nationaltorhüter problemlos ersetzen können. Beide bringen viel Erfahrung mit, verfügen über eine ähnlich hohe Qualität. Da Trainer Manuel Baum seinen Schlussleuten im Vorfeld gleiche Chancen einräumt und sich nicht im Vordfeld auf eine Nummer eins festlegt - Luthe war zuletzt der Backup -, werden sich die beiden im Training zu Höchstleistungen antreiben und auch in den Spielen alles geben. Denn die Konkurrenz schläft nicht und lauert auf ihre Chance. Zumal noch ein dritter, gleichstarker Torhüter nach Augsburg geholt werden soll.

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Video: FC Augsburg bei der Freistoß-Challenge

4) Trainer Baum hat weiter Erfahrung gesammelt

Es ist noch nicht lange her, da hat Manuel Baum noch als Lehrer in der Schule unterrichtet. Sport und Wirtschaft. Erst seit er 2014 von Unterhaching als Leiter des Nachwuchsleistungszentrums nach Augsburg kam, hat er den Job vorläufig aufgegeben. Seitdem konzentriert sich der 38-Jährige voll auf den Fußball und schaffte im Dezember 2016 sogar den Sprung als Trainer in die Bundesliga. Baum gilt als einer der jungen, modernen Vertreter seiner Zunft, der viel Wert auf die Kommunikation mit den Spielern legt und akribisch an kleinsten Details arbeitet. War die erste halbe Saison noch dazu da, sich an die neue Aufgabe zu gewöhnen, konnte er in der abgelaufenen Spielzeit die Mannschaft nach seinen Ideen schleifen. Baum hat bewiesen, dass er Bundesliga kann. Frühzeitig wurde der Klassenerhalt gesichert. Trotzdem: Der Fußballlehrer hat schon Entwicklungsmöglichkeiten für die neue Saison ausgemacht. Diese geht er an - und will dann mit dem FCA auch noch ein neuntes Jahr in der Bundesliga spielen.

Kristina Jäger

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